20.07.2006 08:25 |

Kugel in der Brust

53-Jähriger feuerte auf Mopedfahrerinnen

Das Rätsel um die Kugel im Brustkorb eines 13-jährigen Mädchens, das erst nach mehreren Stunden ins Spital gebracht wurde, ist gelöst: Ein 53-jähriger, der mittlerweile gestanden hat, feuerte mit einem Kleinkaliber-Gewehr auf das Mädchen. Warum? Ihn hat der Mopedlärm gestört, also schoss er auf die Mopedfahrerinnen.

Die Polizei kam dem Täter auf die Spur, als sie die Waffengeschäfte in der Umgebung überprüfte. Die 13-jährige Tina K. war mit ihrer Freundin am Mofa durch Offenhausen gefahren, als sie am Montag letzter Woche gegen 14.30 Uhr plötzlich einen Stich unterhalb des linken Schulterblatts spürte. Da nichts weiter war, dachte sich das Mädchen nicht viel dabei. Sie spielte noch mit Freunden, aß mit der Familie zu Abend und las noch ein Buch. Dass sie die ganze Zeit eine Gewehrkugel im Oberkörper stecken hatte, das bemerkte sie nicht. Auch als sie zu Bett ging, sah sie kein Blut am Leiberl, dachte schon gar nicht mehr an den Stich in der Schulter.

In der Nacht kamen plötzlich Schmerzen
Doch in der Nacht zum Dienstag bekam die Schülerin plötzlich starke Schmerzen, litt an Atemnot. Tina weckte ihre Eltern, die sie ins Welser Spital brachten. Dort kamen die Mediziner zur erschreckenden Diagnose: Schussverletzung!

Chirurgen holten eine Kugel Kaliber 22 aus der Brust des Mädchens. Sie war im Rücken eingedrungen, knapp an der Lunge vorbei durchs Fleisch gegangen und stecken geblieben.

Markus Schütz, Richard Schmitt und Krone.at

Samstag, 08. Mai 2021
Wetter Symbol