Mo, 20. August 2018

"Krone"-Ombudsfrau

20.01.2016 10:43

Ein Auto + zwei Patienten = doppelte Verrechnung

Zwei Personen, die sich ein Taxi teilen, müssen nicht den doppelten Tarif bezahlen. Im Fall eines Krankentransports aber schon. Zumindest beim Roten Kreuz in Oberösterreich. Zwei Patienten, die einander nicht kannten, aber gemeinsam nach Wien gefahren wurden, werden je mehr als 400 Euro verrechnet.

Von einem Therapiezentrum in Oberösterreich musste Friedrich S. nach Wien geführt werden. Ihm war bewusst, dass die Transportkosten mit dem Rettungswagen nicht von der Krankenkasse bezahlt werden und er diese aus der eigenen Tasche bezahlen muss. Was er jedoch nicht wusste, dass mit demselben Wagen ein zweiter Patient nach Wien gebracht wurde. "Obwohl wir zu zweit waren, und uns das Auto quasi geteilt haben, wird jetzt jedem der volle Betrag verrechnet, das finde ich nicht korrekt", wandte sich der in Niederösterreich lebende Mann an die Ombudsfrau.

Für das Rote Kreuz Oberösterreich ist die Doppelverrechnung eindeutig richtig. Die Transportkosten-Verrechnung erfolge pro Patient und nicht pro Fahrzeug. Aufgrund des Gleichheitsprinzips gelte für jeden Patienten derselbe Tarifsatz, wobei sich der generelle Anteil der Mehrfachtransporte bereits preismindernd auf die Tarife auswirkt. Na ja, mehr als 800 Euro für den Transport von zwei Personen von Oberösterreich nach Wien erscheinen nicht gerade günstig...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.