Mo, 20. Mai 2019
20.01.2016 09:45

Delfinschutzaktivist

Ric O'Barry wird Einreise nach Japan verweigert

Dem Delfinschutzaktivisten Ric O'Barry wurde die Einreise nach Japan verweigert, der ehemaliger Flipper-Trainer und Protagonist des Dokumentarfilms "Die Bucht" wurde zudem in Gewahrsam genommen. Laut Berichten erkennen ihn die japanischen Behörden des Narita Flughafens in Tokio nicht als Touristen an und unterstellen ihm eine Nähe zu unerwünschten Tierrechtsorganisationen.

Die Veröffentlichung des Dokumentarfilms "Die Bucht" ("The Cove") im Jahr 2009, in dem Ric O'Barry die fortwährende Bejagung und den Fang von Delfinen in Japan kritisiert und deren Ende fordert, führte zu heftigen internationalen Protesten, darunter auch diplomatische Reaktionen zahlreicher Staaten. Auch der österreichische Nationalrat verurteilte die Fortsetzung der Delfintreibjagden.

Japanische Botschaft lehnte Gespräche ab
Bei seinem letzten Österreich-Besuch im Dezember 2015  - krone.at traf ihn zum Interview - wurden auch die Vertreter der japanischen Botschaft zu einer öffentlichen Diskussion mit O'Barry eingeladen, um die Problematik inhaltlich zu diskutieren. Sämtliche Ansuchen seien allerdings seitens der japanischen Botschaft abgelehnt, so berichtet die betreuende Agentur "Shifting Values". In Reaktion auf die Absage setzten zwei Wiener Aktionskünstler gemeinsam mit Ric O'Barry daraufhin ein Zeichen für den Dialog und einer transparenten Kommunikation.

"Tourist sein bedeutet nicht, den Mund zu halten"
Nicolas Entrup, Konsulent der Meeresschutzorganisation OceanCare und Gründer von "Shifting Values" zur Festnahme von O'Barry: "Mit Blockaden und Gesprächsverweigerung wird man weder Lösungen finden, noch Probleme aus der Welt schaffen. Tourist sein bedeutet nicht gleichzeitig, den Mund zu halten. Die Verweigerung der Einreise einer Person in ein Land, weil diese Kritik an Delfintötungen äußert, setzt die Meinungsfreiheit aus und ist demokratiepolitisch bedenklich".

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