Wettmanipulationen

Köllerer: “ATP würde nie einen Topspieler sperren”

Sport
18.01.2016 17:35

Für den lebenslang gesperrten Österreicher Daniel Köllerer kommen die Schlagzeilen über mutmaßliche Betrügereien nicht überraschend. "Dass Wettmanipulation im Tennis immer größer wird, war schon klar, als ich noch gespielt habe. Dass allerdings nun auch Grand-Slam-Sieger involviert sein sollen, ist erschütternd", erklärte Köllerer am Montag in einer schriftlichen Stellungnahme.

Er könne sich zwar nicht vorstellen, dass die aktuellen Stars ein Spiel manipulieren würden, er behauptet aber, dass Topspieler vom Dachverband geschützt werden. "Die ATP würde nie einen Djokovic, Federer, Nadal oder Murray sperren, und obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass solche Topspieler ein Match 'verschieben' würden, wäre das ja für die ATP wie Selbstmord. Topspieler werden geschützt - unwichtige Spieler geopfert", so Köllerer, der sich laut Angaben seines Managements derzeit für TV-Aufnahmen in der Karibik befindet.

Köllerers Manager erbost
Dass ATP-Chef Chris Kermode in der aktuellen Diskussion Beweise verlange, um mutmaßlich involvierte Spieler bestrafen zu können, erbost Köllerers Manager Andreas Witek. "Ich finde es eine Frechheit, dass Kermode so eine Aussage trifft, ohne dabei an seinem schlechten Gewissen zu ersticken! Es gab absolut keine Beweise bei Daniel, und trotzdem wurde er lebenslang gesperrt und damit sein Leben zerstört. Mit dieser Aussage erklärt er eigentlich auch Daniel für unschuldig", sagte Witek.

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