Fr, 24. Mai 2019
16.01.2016 07:27

Rapidler im Talk

Grahovac: "Drei Punkte sind in der Liga gar nix"

Er sieht ein wenig aus wie Ex-Kampfgelse Kulovits - und hat im Mittelfeld denselben Job bei Rapid: lästig sein. Zustechen. Bälle erobern. Mit Tacklings glänzen - und die Kollegen glänzen lassen. Was Srdjan Grahovac trotz großer Konkurrenz immer öfter darf. Der Bosnier fühlt sich in Wien schon heimisch - und sieht Valencia in der Europa League als machbare Aufgabe.

"Zu Beginn war’s nicht einfach, da hab ich selten gespielt", sagt Srdjan Grahovac nach nur 18 Monaten in Wien in perfektem Deutsch. "Aber im letzten halben Jahr bin ich richtig reingewachsen." 24 Spiele bestritt der Mann aus Bosnien-Herzegowina in dieser Saison für Grün-Weiß, kam mit 955 Einsatzminuten nur auf drei weniger als etwa Kapitän Hofmann.

Starke Konkurrenz
"Natürlich haben wir mit Schwab und Petsos zwei extrem gute Leute auf der Sechser-Position, aber durch die hohe Anzahl an Spielen kommt jeder dran", sagt der Mann fürs Grobe. Auf dessen Truppe alleine im Februar binnen 21 Tagen sechs Pflichtspiele warten.

Gemütlich
Privat mag’s Grahovac gemütlich, mit seiner Schwester, die in Wien studiert, wohnt er direkt neben dem Happel-Stadion. "Die beste Entscheidung - während andere im Stau stehen, spaziere ich zum Training", so der 23-Jährige, der bei seinen fünf Europa-League-Spielen stets als Sieger vom Platz ging - beim 0:1 bei Villarreal fehlte er. Entsprechend groß ist das Selbstvertrauen: "Die drei Punkte Rückstand auf Salzburg in der Liga sind gar nichts, weil wirklich jeder jeden schlagen kann. Da wir als einziges Team bis zum Winter international spielten, war es nur wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren."

Und in der Europa League? "Da haben wir Villarreal daheim besiegt - die waren sicher nicht schwächer als Valencia. Da ist was möglich!"

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