14.01.2016 12:01 |

2500 € Parkstrafen

Strafzettel nicht bezahlt: Frau saß hinter Gitter!

Parkstrafen können ganz schön teuer werden, Menschen aber auch ins Gefängnis bringen! Das bekam jetzt eine Jungunternehmerin (38) aus Innsbruck zu spüren. Plötzlich stand am Montag nämlich die Polizei vor der Tür und brachte die Frau hinter Gitter. Und dort musste sie zwei Nächte lang bleiben. Eine Ratenzahlung für die knapp 2500 Euro wurde ihr nämlich nicht bewilligt ...

Natürlich muss sich die 38-Jährige vor allem selbst an der eigenen Nase nehmen. "Schließlich hat sie auf etliche Organmandate sowie Anonym- und Strafverfügungen einfach nicht reagiert", erklärt Thomas Jenny, Referatsleiter für Verkehrs- und Sicherheitsstrafen der Stadt Innsbruck. Rund 2500 Euro läpperten sich auf diese Weise zusammen. Das Magistrat sah sich daraufhin gezwungen, die Polizei einzuschalten.

Plötzlich stand Polizei vor der Tür

Am Montag standen dann plötzlich die Gesetzeshüter vor dem Laden der Innsbruckerin, die aufgrund ihres gerade erst aufgebauten Unternehmens tagtäglich mit offenen Rechnungen zu kämpfen hatte und offenbar etwas die Übersicht verlor.

Ratenzahlung wurde verweigert

"Ich versuchte für sie eine Ratenzahlung zu vereinbaren, um sie frei zu bekommen", so ein bekannter Jurist der Frau, der bereits im August einen Antrag auf Übermittlung der Strafbescheide gestellt hatte - vom Magistrat aber offenbar ignoriert wurde. Doch eine Ratenzahlung wurde abgelehnt. "Man sei nicht die Schreibstube des einschreitenden Vertreters", wurde ihm beim Strafamt der Polizei mitgeteilt. "Unglaublich, dass man eine unbescholtene Bürgerin lieber im Häf’n sitzen lässt, als einer Ratenzahlung zuzustimmen", wettert der Jurist, der für die behinderte Frau auch einen Antrag auf Enthaftung wegen Haftunfähigkeit einbrachte. Auch der wurde abgelehnt.

Dank Kredit nun wieder frei

Am Mittwoch Vormittag kam die Frau dann doch frei. Aber nur weil ihr Mann einen Kredit aufnahm und die geforderte Summe bezahlte.

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