3,2 % Rückgang

Weniger Emissionen, doch Klima ist weiter bedroht

Zum ersten Mal seit 1990 gehen in Oberösterreich die Kohlendioxid-Emissionen zurück. Entwarnung für den Klimawandel gibt es aber keine: Insgesamt sind die Schadstoffbelastungen auf hohem Niveau. Hauptgrund dafür ist der steigende Energieverbrauch. Der Zuwachs bei erneuerbaren Energieträgern hilft deshalb wenig.

„Der Energieverbrauch ist von 1990 bis 2004 um 39 Prozent gestiegen. Haupttreiber ist der Verkehr“, erläutert Umweltlandesrat Rudi Anschober bei der Präsentation des neuen Klimaberichts. Von einer Trendumkehr bei der Schadstoffbelastung will Anschober nicht sprechen: „Obwohl wir von 2003 auf 2004 in Oberösterreich einen Rückgang der CO2-Belastung von 3,2 Prozent hatten und damit besser abschnitten als der Bundesschnitt mit 0,7 Prozent, sind die Schadstoffwerte seit 1990 doch um fast 11 Prozent gestiegen.“

Anschobers Freude über den Zuwachs bei erneuerbaren Energieträgern - 2004 gab es etwa drei Mal so viele Sonnenkollektoren wie 1990 - ist gedämpft, weil der stetig steigende Energieverbrauch den Anteil der Öko-Quellen bei cirka einem Drittel der Energieproduktion stagnieren lässt.

 

 

Foto: Land OÖ

Samstag, 15. Mai 2021
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