Verzweiflungstat

Rätsel um Donau-Geldschatz endlich geklärt

Österreich
11.12.2015 15:32

Das Rätsel um den Geldschatz in der Neuen Donau in Wien ist geklärt: Hinter dem spektakulären Fund, der weltweit für Schlagzeilen sorgte, stecken weder Betrüger noch Geldwäscher, sondern ein offenbar verwirrter älterer Herr, der seine gesamten Ersparnisse kurzerhand im Wasser "entsorgt" hatte.

Die Geschichte vom Geldschatz aus der Neuen Donau ging um die Welt. Mehr als 130.000 Euro fischte die Polizei mit Tauchern bei Wehr 1 aus dem Wasser. Vom US-Nachrichtensender CNN über die BBC in Großbritannien bis zu deutschen Zeitungen - alle berichteten über das versenkte Vermögen und die Goldgräberstimmung in der Bundeshauptstadt.

Mehr als 130.000 Euro mussten trockengelegt werden. (Bild: Polizei)
Mehr als 130.000 Euro mussten trockengelegt werden.

Viele vermeintliche Besitzer tauchten auf, es wurde wild spekuliert und gerätselt. Es könnte sich um "schmutziges" Geld handeln, von Betrug oder Geldwäsche war die Rede.

Jetzt, eine Woche später, die überraschende kriminalistische Wende: Hinter dem spektakulären Fund steckt gar keine Straftat, sondern eine menschliche Verzweiflungstat. Die Schlüsselrolle in dem skurrilen Fall spielt aktuell ein Augenzeuge: Er will am Samstag einen offenbar verwirrten älteren Mann beobachtet haben, als dieser seine sämtlichen Ersparnisse einfach ins Wasser warf.

(Bild: Polizei)

Als dann mehrere Passanten ins Wasser stiegen, um die Banknoten zu bergen, alarmierte der Zeuge die Polizei. Von dem mutmaßlichen Besitzer des Geldschatzes fehlt noch jede Spur.

Übrigens: Wer sich jetzt fälschlicherweise anschickt, das Geld vom Fundamt abzuholen, begeht eine Straftat - und zwar Betrug!

(Bild: Martin A. Jöchl)
Der Donaudienst der Wiener Polizei zählte ganz genau nach. (Bild: Martin A. Jöchl)
Der Donaudienst der Wiener Polizei zählte ganz genau nach.

Lesen Sie auch:

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele