Do, 27. Juni 2019
11.12.2015 15:32

Verzweiflungstat

Rätsel um Donau-Geldschatz endlich geklärt

Das Rätsel um den Geldschatz in der Neuen Donau in Wien ist geklärt: Hinter dem spektakulären Fund, der weltweit für Schlagzeilen sorgte, stecken weder Betrüger noch Geldwäscher, sondern ein offenbar verwirrter älterer Herr, der seine gesamten Ersparnisse kurzerhand im Wasser "entsorgt" hatte.

Die Geschichte vom Geldschatz aus der Neuen Donau ging um die Welt. Mehr als 130.000 Euro fischte die Polizei mit Tauchern bei Wehr 1 aus dem Wasser. Vom US-Nachrichtensender CNN über die BBC in Großbritannien bis zu deutschen Zeitungen - alle berichteten über das versenkte Vermögen und die Goldgräberstimmung in der Bundeshauptstadt.

Viele vermeintliche Besitzer tauchten auf, es wurde wild spekuliert und gerätselt. Es könnte sich um "schmutziges" Geld handeln, von Betrug oder Geldwäsche war die Rede.

Jetzt, eine Woche später, die überraschende kriminalistische Wende: Hinter dem spektakulären Fund steckt gar keine Straftat, sondern eine menschliche Verzweiflungstat. Die Schlüsselrolle in dem skurrilen Fall spielt aktuell ein Augenzeuge: Er will am Samstag einen offenbar verwirrten älteren Mann beobachtet haben, als dieser seine sämtlichen Ersparnisse einfach ins Wasser warf.

Als dann mehrere Passanten ins Wasser stiegen, um die Banknoten zu bergen, alarmierte der Zeuge die Polizei. Von dem mutmaßlichen Besitzer des Geldschatzes fehlt noch jede Spur.

Übrigens: Wer sich jetzt fälschlicherweise anschickt, das Geld vom Fundamt abzuholen, begeht eine Straftat - und zwar Betrug!

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