Petition übergeben

Brunnen-Streit erreicht nun den Landtag

Steiermark
03.12.2015 07:10
"Wir sind gegen die Schließung der artesischen Hausbrunnen!“ Mehr als 1000 Personen unterschrieben eine Petition, mit der sich in den kommenden Monaten der steirische Landtag beschäftigen muss. Treibende Kraft war die Grüne Gemeinderätin Rita Binder-Kazianschütz aus dem südoststeirischen Gnas.

Mehr als 2000 artesische Brunnen gibt es noch in der Süd- und Oststeiermark. Bei ihnen steigt Tiefengrundwasser ständig und ohne die Hilfe einer Pumpe auf. Aus Sicht einiger Landesbeamter wird so wertvolles Trinkwasser verschwendet, seit Jahren forcieren sie daher die Schließung der Brunnen - und treffen auf massiven Widerstand der betroffenen Besitzer.

Petition fand breite Unterstützung
Seit der Landtagswahl Ende Mai kehrte in der Causa ein wenig Ruhe ein. Nun setzen die Brunnen-Befürworter aber ein starkes Zeichen: mit einer Petition "gegen die zwangsweise Verschließung der Arteser". Den Großteil der (händischen) Unterschriften hat die Initiatorin selbst gesammelt: Rita Binder-Kazianschütz, Gemeinderätin der Grünen in Gnas.

Sie besitzt zwar keinen Arteser - "ich bin aber ein Bauernkind. Trinkwasser ist mir wichtig. In anderen Ländern wird nach sauberem Wasser gebohrt, bei uns will man Brunnen zuschütten." Bis März muss das Thema im Petitionsausschuss behandelt werden.

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