16.10.2015 14:56

Nach Fall "Cecil"

Deutscher Jäger erschießt legendären Elefanten

Drei Monate nach dem Tod des berühmten Löwen "Cecil" hat ein deutscher Jäger in Simbabwe einen mehr als 50 Jahre alten, legendären Elefanten erschossen. Das Tier, das Jäger im Internet als den größten in den letzten drei Jahrzehnten erlegten Elefanten Afrikas bezeichnen, sei von dem deutschen Touristen außerhalb des Gonarezhou-Nationalparks getötet worden, sagte der Präsident des Safari-Veranstalterverbandes, Emmanuel Fundira, am Freitag.

Das Tier sei derart imposant gewesen, dass seine Stoßzähne fast bis zum Boden gingen, beschrieb Fundira den Elefanten. Ähnlich wie Löwe Cecil sei auch der Elefant ein "nationaler Schatz" gewesen, "der geschützt werden hätte müssen, statt ihn zu töten". In sozialen Netzwerken empörten sich zahlreiche User über den Abschuss des Elefanten - und teilten ein Bild, das den deutschen Jäger mit dem erlegten Tier posierend zeigt.

Auch Johnny Rodrigues von der Tierschutzorganisation Zimbabwe Conservation Task Force äußerte sich entsetzt: "Man kann nicht einfach ein derart symbolträchtiges Tier töten", beklagte er. Die riesigen Stoßzähne des Elefanten hätten 54 Kilo gewogen.

Anfang Juli hatte der Tod des berühmten Löwen Cecil weltweit Schlagzeilen gemacht. Der 13-jährige Star des Hwange-Nationalparks war von einem US-Zahnarzt mit Pfeil und Bogen erlegt worden. Die Behörden stellten die Ermittlungen gegen den Mann Anfang der Woche ein. Er habe nicht gewusst, dass er mit der Tötung des Raubtiers gegen die Gesetze verstieß, hieß es zur Begründung.

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