F1 in der Krise?

Todt: “Ecclestone darf nicht alles schlechtreden”

Sport
02.07.2015 07:46
Vor dem Grand-Prix-Klassiker in Silverstone traf sich die Strategiegruppe mit Jean Todt, um neue, kluge Pläne zu finden. Credo: "Ecclestone darf nicht alles schlechtreden."

Aggressivere Autos, die von den Piloten wie "Biester" zu bändigen sein sollen, breitere Reifen, mehr Action. Die Formel 1 braucht frischen Wind. Altes Thema, das vor dem Trainingsauftakt in Silverstone wieder ganz heiß ist. "Wir sind uns einig, dass wir die Autos um einiges schneller machen wollen, höhere Kurven-Geschwindigkeiten", sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff und betont: "Das Problem ist, dass wir die schon vorhandene Spannung nicht mehr zum Fan transportieren können. Daher muss eine Lösung her."

"Nicht in der Öffentlichkeit"
Mittlerweile hat sich auch FIA-Präsident Jean Todt, der sich gemeinsam mit den Teamchefs und Promotor Bernie Ecclestone in Biggin Hill im Nordosten Londons an einen Tisch gesetzt hat, zu Wort gemeldet. Sein Gegner: Ecclestone, der erst jüngst wieder ob der 1,6-Liter-V6-Turbo-Antriebseinheiten von einem "shitty product" gesprochen hat. "Bernie darf nicht in der Öffentlichkeit alles schlechtreden", sagte Todt, der am 84-Jährigen allerdings festhält. "Bernie macht einen außergewöhnlichen Job, wie sich die Formel 1 in den letzten fünfzig Jahren verändert hat, ist bewundernswert."

Die Formel 1 an einem kritischen Punkt (Red-Bull-Teamchef Christian Horner) – jetzt liegt's in den Händen des Weltverbandes FIA, dem Formel-1-Promoter sowie den Teams (je sechs Stimmen), etwas zu ändern – und nicht nur vielleicht die Startzeit.

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