23.03.2006 15:59 |

Kicker-Machtkampf

UEFA und FIFA drohen Klubs mit Liebesentzug

Der Weltverband FIFA und der Europäische Verband UEFA haben Klubs, die sich nicht zu ihren Regeln bekennen, im Rahmen des UEFA-Kongresses in Budapest mit Ausschluss gedroht. Hintergrund sind Klagen gegen die Fußball-Institutionen, die die G14-Vereinigung der 18 reichsten Klubs Europas unterstützt.

Zudem fordert die G14 die Einführung einer Champions League ohne Qualifikation und Absteiger nach Vorbild der US-Profiligen. "Wir könnten die Einladung zur Teilnahme an UEFA-Wettbewerben zwingend an das schriftliche Einverständnis mit unseren sportlichen Strukturen binden", lautete nun der Vorschlag von UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson.

"Die UEFA stellt sich keinem in den Weg, der die Fußball-Familie verlassen will, weil er unsere sportlichen Werte nicht teilt", hieß es in einer einstimmig beschlossenen UEFA-Resolution. "Wir werden unsere Überzeugungen und unsere Grundsätze verteidigen."

Harte Bandagen von Blatter
Die G14 fordert von der FIFA Entschädigungen für verletzte Nationalspieler in Millionenhöhe und unterstützt vor Gericht entsprechende Klagen von SC Charleroi und Olympique Lyon. "Ist das die richtige Methode, einen Dialog zu führen? Ist es richtig, so eine Bombe zu werfen? Wir geben ihnen alles, liefern den Rohstoff Spieler und sie klagen gegen uns", wetterte FIFA-Präsident Joseph Blatter in seiner Begrüßungsansprache.

UEFA-Präsident Lennart Johansson verurteilte das Vorgehen der G14 mit gleicher Vehemenz: "Es hat sich gezeigt, dass eine kleine Gruppe mehr Macht und mehr Geld haben will." Doch mit welchem Recht könne sich die Vereinigung über "die fundamentalen Prinzipien der Demokratie" hinwegsetzen und sich zum Sprecher aller Klubs erklären? "Wir sind gegen eine Liga ohne Auf- und Abstieg. Wenn sie es nicht wollen, heißt es Abschied nehmen."

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