Mi, 20. März 2019
31.03.2015 08:58

Wildunfälle

Frühlingsgefühle gefährden Tiere und Autofahrer

37.595 Rehe, 19.343 Hasen, 6.881 Fasane – und das sind nur die offiziellen Zahlen: Legionen von Wildtieren verendeten laut letzter Statistik jedes Jahr auf Österreichs Straßen. Im Frühling sind die Tiere bei ihrer Futtersuche besonders gefährdet. Aber: Fünf der gefährlichsten Strecken der Steiermark werden jetzt sicherer gemacht.

Es sind ja nicht nur Tiere, die elendiglich sterben oder schwer verletzt werden. Wildunfälle sind auch für Menschen gefährlich: Prallt man mit 50 km/h auf einen 20 Kilo schweren Rehbock, wirkt eine halbe Tonne auf Fahrzeug und Fahrer. Bei 100 km/h beträgt die Aufprallwucht zwei Tonnen, rechnet der ÖAMTC vor. Im Jahr 2013 wurden bundesweit 327 Menschen verletzt, fünf sogar getötet...

Wildtiere queren bei der Nahrungssuche Straßen
Und jetzt beginnt wieder die Zeit, in der die Tiere vermehrt unterwegs sind: "Im Winter war ja ihr gesamter Stoffwechsel heruntergeschraubt. Sie suchen jetzt dringend Nahrung", erklärt Barbara Fiala-Köck, steirische Tierschutzombudsfrau. Permanent müssen dafür teils hochgefährliche Straßen gequert werden.

Projekt: Steirische Straßen sicherer machen
Mit Landesrat Gerhard Kurzmann und der Jägerschaft konnte Fiala-Köck das "Wildunfall-Projekt" umsetzen: Dafür wurden die gefährlichsten Strecken in der Steiermark erhoben; mit Ende April werden die ersten fünf Routen (zwei im Südosten, drei im Bezirk Voitsberg) durchgehend mit Reflektoren ausgestattet.

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