17.03.2015 16:31 |

Nur Deutsch erlaubt

Dieser Streit führte zum Sprachen-Eklat an Schule

Ein interkulturelles Missverständnis hat dazu geführt, dass im Internet die Wogen hochgingen: Die Direktorin einer privaten Handelsschule im niederösterreichischen Mödling richtete ein Schreiben an die Schüler, in dem sie klarstellte, dass Deutsch die Amtssprache sei. Die „Krone“ hat nachgefragt, was zum Eklat führte.

Eine Gruppe Burschen und Mädchen vertrieb sich die Zeit bis zum Nachmittagsunterricht im Schulbuffet. Eine mazedonische Putzfrau von einer externen Reinigungsfirma wollte den Tisch sauber machen. Dies führte zu Schreiduellen zwischen der Frau und einem 15-jährigen Albaner.

Reinigungskraft soll Türken beleidigt haben
Der Schüler nahm daraufhin sein Handy und tat so, als würde er den Vorfall einem Verwandten berichten. Er wusste nicht, dass ihn die Reinigungskraft verstand. Diese nahm ebenfalls ihr Mobiltelefon und äußerte sich negativ über die Nationalitäten am Tisch. Ein türkisches Mädchen hörte, dass es dabei unter anderem um Türken ging, und wandte sich an die Direktorin. Für diese war klar: Sie braucht keinen Balkankonflikt an ihrer Schule.

Insgesamt besuchen Jugendliche aus 30 Nationen die sechs Business Schools der Wiener Kaufmannschaft. Wie ist die Forderung nach der Amtssprache Deutsch zu erklären? "Auch in großen Unternehmen wird eine Konzernsprache gesprochen", erklärt Direktorin Marina Röhrenbacher. Es sei unhöflich, in einer fremden Sprache zu schimpfen.

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