Wie die Entscheidung im Super G der Herren am Donnerstag, war auch der Riesentorlauf zu einem Herzschlagfinale geworden. Nach dem ersten Durchgang führte Blardone vor Raich und Nyberg - dieses Trio kämpfte um die Kugel. Raich hatte 19 Zähler Vorsprung auf den Italiener, das hieß, ein zweiter Platz bei einem Blardone-Sieg hätte dem Tiroler nicht zum Titel gereicht. Im Finale legte dann Nyberg vor, Raich kam als Führender ins Ziel - und nur noch Blardone stand oben. Der Konkurrent lag aber von Beginn des Laufes an zurück.
"Der Riesentorlauf-Weltcup war noch das Ziel. Wenn ich auf die Saison zurückschaue, ist alles perfekt gelaufen, ich habe alle meine Ziele erreicht, die ich mir vorgenommen habe", sagte Gesamtweltcupsieger Raich, der sieben Weltcuprennen in dieser Saison gewann und damit so viele wie kein anderer. Es ist bereits die insgesamt fünfte Kristallkugel für den Doppel-Olympiasieger.
Maier und Walchhofer ausgeschieden
Der Salzburger Hannes Reichelt landete am Freitag als zweitbester Österreicher auf Platz fünf, Rainer Schönfelder wurde 13. ("Ich hab dazu nichts zu sagen, ich bin nur müde"), Stephan Görgl 15. und Mario Matt 20. und Letzter. Michael Walchhofer und Hermann Maier schieden bereits im ersten Lauf aus.
Ebenfalls schon im ersten Lauf nicht das Ziel sahen u.a. der US- Amerikaner Bode Miller, der Norweger Aksel Lund Svindal und der Finne Kalle Palander. Palander zog sich eine Bänderverletzung im linken Knie zu und fällt für den Slalom am Samstag aus, womit der Italiener Giorgio Rocca bereits als Disziplinensieger feststeht.
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