Do, 21. März 2019
04.03.2015 17:08

City abgeriegelt

Bezirksrat stritt mit Sohn - Großeinsatz in Wien

Die Wiener Innenstadt abgesperrt, schwarz vermummte, mit Sturmgewehren bewaffnete Einsatzkräfte: Ein junger Mann hatte am Mittwoch bei der Polizei Alarm geschlagen. Sein Vater, ein Stadtpolitiker, habe ihn mit einer Waffe bedroht und sich damit in einer Wohnung verbarrikadiert, behauptete der junge Mann. Ein Irrtum, wie sich schließlich herausstellte.

"Es war ein komisches Gefühl, die Männer mit Maschinengewehren haben alles abgeriegelt. Ich musste mich fast eine Stunde in meiner kleinen Trafik verbarrikadieren", erzählt Augenzeuge Markus T. - danach habe man ihm aber von einem Fehlalarm erzählt.

Der Einsatz hörte sich anfangs alles andere als harmlos an: Kurz vor 9 Uhr war ein junger Mann in die Polizeiinspektion am Hof gestolpert und hatte behauptet, dass er gerade von seinem eigenen Vater - seines Zeichens SPÖ-Bezirksrat und passionierter Jäger - mit einer Schusswaffe bedroht worden sei. Die gesamte Polizei-Maschinerie wurde daraufhin in Gang gesetzt - immerhin sollte sich ja ein Bewaffneter verschanzt haben.

Politiker in Innenhof festgenommen
Nahezu eine Stunde lang dauerte der Einsatz: Der Gesuchte wurde schließlich in einem Innenhof aufgestöbert - unbewaffnet und irritiert aufgrund seiner Festnahme.

Der Bezirksrat klärte den Irrtum schließlich auf. Es habe zwar einen Streit gegeben, Waffe sei aber sicher keine im Spiel gewesen. Die Spezialeinheit sei lediglich angerückt, weil er als Waffenbesitzer bekannt sei. Der Sohn habe nicht in die Schule gehen wollen und deshalb die Polizei angerufen.

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