15.03.2006 08:09 |

Es reicht!

Schnee, Chaos, Verspätungen: Es reicht!

Mitte März und noch immer hält der Winter Österreich fest im Griff. Nach stundenlangem Warten auf den Bus, mühsamem "Stop and Go"-Verkehr auf den Autobahnen, Unfällen wegen spiegelglatter Fahrbahnen und erneuten Kreuzschmerzen nach zu viel Schneeschaufelei haben die Österreicher langsam aber sicher genug vom Winter. Es reicht!

In Wien führte der Schneefall am Dienstag zu einem Großeinsatz der Schneeräumung und zu Verkehrsbehinderungen. Im Frühverkehr kam es zu umfangreichen Stauungen bei den Stadteinfahrten. Auch im Stadtgebiet selbst kam es immer wieder zu Verzögerungen. Der Einsatz der MA 48 hat bereits am späten Montagabend begonnen. Insgesamt waren laut Rathaus fast 1.200 Personen im Einsatz.

Massenkarambolagen in OÖ
Die Kollision von vier Lastwagen auf der Westautobahn (A1) am Ebelsberger Berg bei Linz hat am Dienstagnachmittag einen Schwerverletzten gefordert. Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Wien für mehrere Stunden gesperrt werden. Es bildete sich ein acht Kilometer langer Rückstau. Die Unfallursache war vorerst noch unklar. Die Aussagen der beteiligten Lenker seien zu widersprüchlich, um die Unfallursache feststellen zu können, schilderte ein Polizist. Weitere Erhebungen seien nötig. Die Aufräumarbeiten gestalteten sich aufwändig, da 200 Liter Diesel ausgelaufen waren.

Auf der Phyrnautobahn entstand durch die Massenkarambolage Chaos. Nach ersten Informationen dürften sieben Lkw und drei Pkw an dem Serienunfall beteiligt gewesen sein, mindestens ein Verletzter war zu beklagen. Die Unfallursache war zunächst noch unklar.

Lkw-"Ausrutscher" in NÖ
In Niederösterreich kam es in der Früh auf der Richtungsfahrbahn Salzburg der A1 bei Amstetten-West zu Behinderungen, nachdem ein Lkw ins Schleudern geraten war und sich quer gestellt hatte. Glimpflich endete ein spektakulärer "Ausrutscher" eines Pkw auf schneeglatter Straße im Bezirk Melk. Ein 19-jähriger Lenker war von der Fahrbahn abgekommen - der Wagen stürzte über eine drei Meter hohe Böschung auf die Gleise der Bahnstrecke Obergrafendorf - Mank. Der von Bischofstetten nahende Zug konnte aber von einem anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig gestoppt werden. Verletzt wurde niemand. Der Streckenabschnitt war auf Grund des Unfalles eine Stunde - bis 8.15 Uhr - gesperrt.

Sachschaden bei Unfall auf B13
Die B13 musste im Abschnitt Breitenfurt - Laab im Walde wegen einer Kfz-Bergung vorübergehend gesperrt werden. Ein Pkw war von der Fahrbahn abgekommen und etwa fünf Meter über eine Böschung in ein Bachbett gerutscht. Auch bei diesem Unfall blieb es bei Sachschaden. Auf der B18 über den Gerichtsberg bestand in der Früh vorübergehend Kettenpflicht für Lkw.

Im Waldviertel gab es zehn bis 15 Zentimeter, im Süden Niederösterreichs ebenfalls "einige Zentimeter" Neuschnee. Dazu herrschte lebhafter Wind.

Im Nordburgenland mussten die Feuerwehren zu einigen Fahrzeugbergungen ausrücken. Auf der B50 kam laut Landesfeuerwehrkommando ein Klein-Lkw ins Rutschen und musste aus dem Straßengraben gezogen werden.

Das Wetter in den kommenden Tagen
Das Wetter bessert sich am Mittwoch zwar leicht, dennoch ist es nach wie vor viel zu kalt für diese Jahreszeit. Auch Donnerstag und Freitag machen sich noch immer Wolken bemerkbar, zudem kann es Hochnebelfelder geben. Nachts bleibt es weiter frostig.

Wie lange soll es mit diesem Wetter noch so weitergehen? Krone.at hat nachgefragt. Die Antworten der Experten (siehe Infobox) klingen niederschmetternd: Der Winter bleibt uns noch bis April erhalten! Da hilft nur eines: Weiter von Sonne, Strand und Palmen träumen oder am Besten gleich Urlaub nehmen und in wärmere Gefilde reisen.

Donnerstag, 17. Juni 2021
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