01.03.2006 16:11 |

Kämpfe dauern an

Militärchef des Islamischen Jihad getötet

Die israelische Luftwaffe hat am Mittwoch offenbar einen führenden palästinensischen Extremisten getötet. Der 34-jährige Khaled al-Dahduh war der Chef der Al-Kuds-Brigaden, des militärischen Flügels der Organisation Islamischer Jihad, in dem Autonomiegebiet. Eine Rakete traf laut Augenzeugen sein Auto, als er durch ein belebtes Viertel von Gaza-Stadt fuhr.

Nach Polizeiangaben explodierte das Fahrzeug. Rettungskräfte suchten in dem Wrack nach möglichen weiteren Opfern. Der Islamische Jihad schwor umgehend Rache. Entgegen anders lautenden Meldungen dementierte eine israelische Armeesprecherin einen Angriff jedoch und teilte mit, die Luftwaffe habe nichts mit der Explosion zu tun.

Unbemanntes Flugzeug soll Rakete abgefeuert haben 
Augenzeugen berichteten, ein unbemanntes Flugzeug habe eine Rakete abgefeuert. Das Fahrzeug sei explodiert, kurz nachdem Dahduh einstieg. Durch den Raketeneinschlag wurden mehrere Autos beschädigt, die Stromversorgung in dem Wohnbezirk brach zusammen.

Extremisten entführten unterdessen den Generaldirektor der Grundstücksbehörde im Gaza-Streifen. Atef Khudri sei an einen unbekannten Ort verschleppt worden, berichteten Augenzeugen. Derartige Vorfälle haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. In der Regel wurden die Geiseln nach wenigen Tagen unversehrt freigelassen.

Im Westjordanland erschossen bewaffnete Palästinenser am Mittwoch einen Israeli. Der israelische Rundfunk meldete, zwei maskierte Männer hätten auf einer Tankstelle südlich von Nablus das Feuer auf einen Lastwagenfahrer eröffnet. Der militärische Arm der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas (Abu Mazen), die Al-Aksa-Brigaden, bekannte sich zu der Tat.