Penaltyschießen

Lanzinger verschoss Penalty – Caps im Playoff

Sport
02.03.2006 19:10
Bei der wohl längsten Entscheidung im Penalty-Schießen in der österreichischen Eishockey-Bundesliga hatten die Vienna Capitals am Donnerstag gegen Villach das bessere Ende für sich. Beim Stand von 2:1 für die Wiener scheiterte Villach-Spieler Günther Lanzinger in der mit 1.500 gut gefüllten Albert-Schulz-Halle an Caps-Goalie Jürgen Penker. Die Wiener stehen somit fix im Meister- Playoff.

"Es war schwer. Ich habe gewusst, wenn ich halte, bin ich ein Held, wenn ich zwei Treffer bekomme, bin ich der Loser", meinte Penker nach dem Spiel. "Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Nun ist es mir egal, ob wir im Semifinale Villach oder Salzburg bekommen", zeigte sich auch Capitals-Präsident Hans Schmid glücklich.

Penalty-Schütze Lanzinger hatte "kein Problem, vor dem Match zu schlafen". Der VSV, der mit der gesamten Mannschaft nach Wien gekommen war, wird am Freitag zum Auswärtsspiel nach Graz weiterreisen.

Begonnen hatte die Groteske mit der Aberkennung des verwerteten Penaltys von VSV-Spieler Bousquet, weil nicht er, sondern Lanzinger auf der von den Villachern abgegebenen Liste als Schütze vorgesehen war. Zunächst wurden die Caps zum Sieger erklärt, zwei Tage später eine Neuaustragung des Penaltyschießens angesetzt. Das wiederum wurde von einem Wiener Zivilgericht abgesagt, ehe sich nun der Verband zur Entscheidung durchrang, das Penalty-Schießen beim Stand von 2:1 wieder aufzunehmen.

Im Zuge des Hick-Hacks hatte Caps-Coach und ÖEHV-Teamchef Jim Boni mit Rücktritt gedroht.

 

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