Di, 21. August 2018

Lebenslange Haft

14.01.2015 14:27

Russland: Polizist ermordete zumindest 22 Frauen

In einer brutalen Mordserie in Sibirien hat ein russischer Polizist mindestens 22 Frauen vergewaltigt und ermordet. Als Motiv habe der 50-Jährige angegeben, er habe seine Heimatregion "von Prostituierten säubern" wollen, sagte ein Justizsprecher in der Stadt Angarsk rund 4.000 Kilometer östlich von Moskau. Ein Gericht verurteilte den Angeklagten am Mittwoch zu lebenslanger Haft im Straflager.

In seinem Schlusswort habe Michail P. die "bestialischen Taten" bedauert und gesagt, er habe den Tod verdient, erklärte Staatsanwältin Olga Musykowa gegenüber der Agentur Interfax. Die Todesstrafe wird in Russland seit 1996 nicht mehr verhängt.

Möglicherweise noch mehr Frauen getötet
Michail P. habe mindestens acht der Morde begangen, als er gerade im Dienst war, und sei mit großer Kaltblütigkeit vorgegangen, sagte Musykowa. Zwischen 1994 und 2000 hatte der Polizist den Ermittlungen zufolge Frauen aus dem Auto heraus angesprochen, mitgenommen und an entlegenen Orten getötet. Interfax meldete unter Berufung auf Justizkreise, der Mann habe möglicherweise noch weit mehr Frauen getötet.

"Nicht nur Prostituierte unter den Opfern"
"Bei den Opfern handelte es sich jedoch nicht nur um Prostituierte - das ist eine reine Schutzbehauptung des Täters", so Musykowa. Vielmehr nannte die Staatsanwältin Michail P., der 1998 aus dem Polizeidienst ausgeschieden war, einen "gewöhnlichen Serienmörder". Die Opfer waren zwischen 18 und 40 Jahre alt.

Sichergestellte DNA führte zu Serienmörder
Mit aufwendigen Ermittlungen waren die Behörden dem Täter 2012 auf die Spur gekommen. Ermittler entdeckten am Fundort mehrerer Leichen den Abdruck eines seltenen Reifenprofils und überprüften die Halter aller Wagen in dem Gebiet in der Nähe des Baikalsees. Sie verglichen die Speichelproben der Fahrzeugbesitzer mit der an den Tatorten gefundenen DNA des Mörders. Dies führte nach langer Suche zum Täter.

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