Mo, 10. Dezember 2018

Arcade-Racer

26.12.2014 09:00

"Toybox Turbos": Kleine Flitzer, großer Spaß

Wer beim Namen "Micro Machines" glänzende Augen bekommt, der hat sie wahrscheinlich noch erlebt: Codemasters' gleichnamige Rennspielserie, die zwischen 1991 und 2004 auf dem Amiga und anderen längst in Vergessenheit geratenen Systemen mit kurzweiligen Rennen im Miniaturformat für Unterhaltung sorgte. Zehn Jahre später lässt Codemasters das alte Spielprinzip mit "Toybox Turbos" nun neu auferstehen – und dürfte damit nicht nur Spieleveteranen glücklich machen.

Ganz wie damals geht es in dem für PC, PS3 und Xbox 360 kostengünstig (15 Euro) erhältlichen Download-Titel in unterschiedlichsten Fahrzeugen über insgesamt 18 Strecken, die allesamt unter dem Motto "Liebling, ich habe die Autos geschrumpft" stehen könnten: An Linealen und Radiergummis, Frühstücksflocken und Milchflecken sowie anderen Alltagsgegenständen vorbei, geht es dabei rasant über etwa den Schul-, Küchen- oder Billardtisch.

Jede Strecke wartet mit interaktiven Hindernissen, wie beispielsweise einem rotierenden Küchenmixer, und der einen oder anderen verstecken Abkürzung auf, um möglichst als Erster über die Ziellinie zu gelangen. Droht die Konkurrenz dies zu verhindern, kann aber immer noch nachgeholfen werden – etwa mit einem Schubser, der den Kontrahenten über den Spieltisch befördert, oder mithilfe diverser Power-ups, die im Spiel verteilt sind.

Das Arsenal der kurzzeitigen Verbesserungen umfasst unter anderem ein Maschinengewehr, eine Landmine und einen riesigen Holzhammer, der auf Knopfdruck auf die Karosserie des Gegners herabschmettert und diesen damit ebenso wie ein ebenfalls verfügbares EMP außer Gefecht setzt. Ein Turbo darf natürlich ebenfalls nicht fehlen, sollte aber mit Bedacht eingesetzt werden – schließlich will man ja nicht über den Tisch bzw. Spielfeldrand schießen.

Wer den Sieg davonträgt, darf sich über einen Geldzuwachs auf dem Konto freuen und auf Einkaufstour gehen: Insgesamt 35 Fahrzeuge – vom Taxi über Schaufelbagger, Krankenwagen und Doppeldeckerbus bis hin zu Hovercraft, Monster Truck und Panzer – warten darauf, erworben und somit freigeschaltet zu werden. Abgesehen von ihrem optischen Erscheinungsbild unterscheiden sich die Fahrzeuge hinsichtlich Spitzengeschwindigkeit, Fahrverhalten und Gewicht.

Neben klassischen Rennen und solchen auf und gegen die Zeit bietet "Toybox Turbos" drei weitere Rennvarianten: Beim "Überhol"-Event gilt es, so viele Fahrzeuge wie möglich hinter sich zu bringen, im "Fluchtmodus" dagegen, vor einer Flutwelle zu fliehen, und im "Ausscheidungsmodus", Stück für Stück das Feld von Mitspielern aufzuräumen.

Einen Mehrspielermodus, sowohl online als auch lokal, bietet "Toybox Turbos" schließlich ebenfalls. Letzterer kommt allerdings ohne Splitscreen-Modus daher – statt ganze Rennen gegeneinander zu fahren, können bis zu vier Gamer nur an den deutlich kürzeren und somit auch weniger spannenden Eliminierungsrennen teilnehmen. Schade, dabei war doch gerade das gemeinsame Spiel vor einem Bildschirm immer die große Stärke von "Micro Machines".

Fazit: In "Toybox Turbos" mit Mini-Autos über Mini-Strecken zu rasen macht auch über 20 Jahre nach dem ersten "Micro Machines" noch gewaltigen Spaß - umso mehr, da Preis und Leistung bzw. Umfang stimmen. Einzig der Mehrspieler-Part enttäuscht: Herrscht im Einzelspieler noch die große Modus-Vielfalt vor, gilt es, sich im lokalen Mehrspieler mit nur mehr einer einzigen Rennvariante zu begnügen. Zumindest ein Splitscreen-Modus für klassische Rennen sollte daher schleunigst nachgereicht werden.

Plattform: Xbox 360 (getestet), PS3, PC
Publisher: Codemasters
krone.at-Wertung: 7/10

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