Sa, 18. August 2018

Feuerpause

02.12.2014 15:48

Hoffnung auf Ende der Gewalt im Osten der Ukraine

Neue Hoffnung auf ein Ende der Gewalt im Osten der Ukraine: Regierungstruppen und Rebellen vereinbarten eine Feuerpause in der gesamten Region Lugansk und am seit Monaten umkämpften Flughafen der Stadt Donezk. Die NATO gab indes bei ihrem Gipfel in Brüssel Russland die Schuld an der bisher brüchigen Feuerpause.

Die OSZE hatte bereits am Montagabend bekannt gegeben, bei Verhandlungen von Separatisten mit der ukrainischen Armee habe es eine grundsätzliche Einigung auf eine Waffenruhe entlang des gesamten Frontverlaufs in Lugansk gegeben. Vom 6. Dezember an würden beide Seiten ihr schweres Kriegsgerät "etwa 15 bis 20 Kilometer" von der Kampflinie zurückziehen, sagte Separatistenführer Igor Plotnizki.

Am Flughafen Donezk soll die Waffenruhe bereits am Dienstagabend in Kraft treten, sagte Separatistenführer Andrej Purgin. Zugleich sollen Verhandlungen über eine breit angelegte Feuerpause in der ganzen Region starten.

NATO gibt Russland Schuld für brüchige Waffenruhe
Die NATO gab Russland die alleinige Schuld für die brüchige Waffenruhe in der Ukraine. "Die Ukraine hat sich ehrlich um die Einhaltung des Abkommens von Minsk bemüht, Russland und die Separatisten haben dies nicht getan", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag bei einem Treffen der Verteidigungsminister des Bündnisses in Brüssel. "Wir fordern Russland auf, seine Verpflichtungen zu erfüllen." Die NATO warf Russland auch vor, die Separatisten weiter mit schweren Waffen zu beliefern.

USA wollen über Verschärfung der Sanktionen beraten
Ungeachtet des neuen Anlaufs für eine Waffenruhe bringen die USA eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Russland ins Spiel. US-Außenminister John Kerry wolle mit seinen EU-Partnern in dieser Woche über weitere Strafmaßnahmen reden, falls die prorussischen Separatisten in der Ostukraine die Gewalt nicht einstellten, sagte ein hochrangiger Vertreter des US-Ministeriums am Dienstag.

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