4-Sterne-Superior-Haus

Mariazeller Hotel-Pioniere hoffen auf Nachahmer

Steiermark
24.09.2025 05:59

Der Wallfahrtsort Mariazell hat sein erstes Vier-Sterne-Superior-Hotel: das auf einem steilen Grundstück errichtete Montestyria. Das Hotelier-Ehepaar Peter und Helga Lindmoser bewegt sich schon im dritten Jahr auf schwarze Zahlen zu und hofft auf mehr Konkurrenz in der Region.

Fast paradox: Womit das Mariazellerland seit Jahrzehnten hartnäckig zu kämpfen hat – wenig Industrie sowie Abwanderung -, ist ausgerechnet ein Plus im Tourismus. „Wir finden hier eine der wenigen unverbrauchten und unverbauten Gegenden in Österreich, die Ruhe und Rückzug ermöglichen. Die Gäste sind überrascht, dass Mariazell ein so schöner Ort ist und dass die Berge nicht extrem kommerzialisiert sind durch überbordenden Wander- und Biketourismus“, schwärmt Peter Lindmoser. 

Steiles Grundstück schreckte viele ab
Die Entstehungsgeschichte des Montestyria geht zurück bis 2011. Damals wurde das oberhalb des Kalvarienbergs gelegene und sehr steil abfallende Grundstück erworben. Bereits seit den 1970er-Jahren lag eine Baugenehmigung vor, aber „keiner hat sich d‘rübergetraut wegen der Steilheit“, so Lindmoser. 

Das Montestyria wurde auf einem steilen Grundstück errichtet.
Das Montestyria wurde auf einem steilen Grundstück errichtet.(Bild: Peter Bernthaler)

Ab 2018 haben sich Helga (beruflich aus der Hotellerie kommend) und Peter Lindmoser damit auseinandergesetzt, wie ein „kleines touristisches Projekt“ zu schaffen wäre. Es folgten drei Jahre mit Orientierungstouren in Mitteleuropa, speziell in Südtirol und West-Österreich. Die Planung dauerten bis 2021, Baubeginn war im Oktober 2021, die Fertigstellung im August 2022. Kolportiertes Investitionsvolumen: fünf Millionen Euro. Es handelt sich um „keine Chalets, sondern um ein Hotel“, stellt Peter Lindmoser im „Krone“-Gespräch klar 

Vollauslastung im Sommer und im Advent
Verschiedene Hölzer sind in den Häusern verbaut. Kein Wunder: Helga Lindmoser stammt aus der Familie der international erfolgreichen Tischlerei Göbel auf der Teichalm. Mehr als 40 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland, den USA, Ungarn oder Tschechien. Im Juli und August gibt es Vollauslastung, ebenso im Dezember – Stichwort: Adventmarkt. Man werde laut Lindmoser „heuer wahrscheinlich erstmalig positiv sein“, üblicherweise sollte man dieses Ziel im fünften Jahr erreichen. 

Mit der 4-Sternen-Superior-Auszeichnung hat man sich nun klar positioniert. Um überhaupt in dieser Liga mitspielen zu können, muss für die Gäste auch ein hauseigenes Restaurant in Fußweite vorhanden sein. Hier ergab sich die Möglichkeit, Ende 2024 das renommierte Brauhaus, ehedem Girrer, zu erwerben. 

Pioniere hoffen auf Nachfolger
Konkurrenz sieht Peter Lindmoser positiv: „Umso mehr hochwertige Betriebe es gibt, umso besser ist es auch für uns und die gesamte Region. Wir würden uns wirklich wünschen, dass der eine oder andere aufgrund dessen, dass wir ein bisschen wie Pioniere wirken, nachfolgt.“ 

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