USA wichtiger Abnehmer

Kaindls Kampf gegen Zölle und Energiepreis-Anstieg

Salzburg
24.09.2025 06:00

Der Salzburger Holzbodenprofi trotzt der restriktiven US-Zoll-Politik unter Präsident Donald Trump. Zudem setzen dem Unternehmen die Energiepreise zu. Man bekennt sich aber zum Standort in Salzburg.

Zölle und weltweite Handelsbarrieren: Für den Exportriesen Kaindl ist diese Mischung kein gutes Vorzeichen. Vier-Prozent-Zölle sind zwar relativ gering, denn der 15-Prozent-Einfuhrdeal, den US-Präsident Donald Trump der EU verkauft hat, ist weitaus höher.

Aber: Der drittgrößte Abnehmer von Kaindl sind die USA, hinter Deutschland und Frankreich. Satte 94 Prozent der Produktion verlassen Österreich. Kaindl: „Wir brauchen einfach mehr freien Handel und weniger Barrieren – die Zölle sind sehr unangenehm.“ Nichtsdestotrotz seien die USA für den Holzverarbeiter ein Wachstumsmarkt.

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Trotz aller weltweiten Widrigkeiten glauben wir fest daran, dass wir mit unseren Fabriken in Wals und Lungötz weiterhin erfolgreich für den Weltmarkt produzieren können.

Kaindl-Geschäftsführer Konrad Grünwald

Größter Energiekonsument des Landes
Zurück in die Heimat: In Salzburg setzen dem Betrieb vor allem die steigenden Energiekosten zu. „Wir sind der größte Energiekonsument im Land“, heißt es. Die hohen Preise treffen das Unternehmen also mit voller Härte.

Geschäftsführer Konrad Grünwald: „Trotz aller weltweiten Widrigkeiten glauben wir fest daran, dass wir mit unseren Fabriken in Wals und Lungötz weiterhin erfolgreich für den Weltmarkt produzieren können. Darum möchten wir über 200 Millionen Euro in ein neues Kraftwerk investieren, um uns energieautark zu machen und aus Gas auszusteigen.“ Man hoffe, bald mit dem Bau beginnen zu können. Wie berichtet, plant Kaindl ein Heizkraftwerk in Wals, wo Produktionsabfälle verbrannt werden sollen.

Kaindl beschäftigt 800 Mitarbeiter in Salzburg und macht 450 Millionen Euro Umsatz. Der Familienbetrieb ist zudem Eigentümer der Kronospan Holding, die 42 Werke weltweit betreibt und mit 15.000 Mitarbeitern rund sechs Milliarden Euro Umsatz pro Jahr macht.

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