Von Melzer nominiert

Auch Oberleitner im Davis-Cup-Team gegen Belgien!

Tennis
08.09.2026 13:08
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Österreichs Davis-Cup-Team für den Heim-Länderkampf am 18./19. September beim WAC im Wiener Prater gegen Belgien steht nun fest: Kapitän Jürgen Melzer nominierte am Dienstag den Doppel-Spezialisten Neil Oberleitner ins Team. Er hatte den fünften Platz für einen Spieler aus dem Trio Filip Misolic, Alexander Erler und Oberleitner freigelassen. Davor waren Jurij Rodionov, Joel Schwärzler, Lukas Neumayer und Lucas Miedler festgestanden. Der Sieger spielt im Final 8 in Bologna.

„Er hat sich das aufgrund seiner Leistungen in diesem Jahr verdient, auch durch seinen ersten ATP-Titel in Winston-Salem vor eineinhalb Wochen“, erklärte Melzer seine Entscheidung für Oberleitner. „Neil ist topmotiviert und freut sich über die Nominierung. Es ist eine Riesenehre für ihn, dass er dabei sein kann. Wir werden jetzt alles daran setzen, in der Trainingswoche ein gutes Team zu formen, sodass wir nächsten Freitag für Belgien bereit sind.“ Oberleitner ist übrigens der Neffe von Ex-Davis-Cup-Spieler Alexander Antonitsch.

Misolic zeigt Verständnis
Misolic, der wie Neumayer die erste Runde beim Tulln-Challenger am Dienstag gewinnen konnte, äußerte sich verständnisvoll zu seiner Nichtnominierung. „Die Entscheidung von Jürgen geht komplett in Ordnung“, meinte der 25-jährige Steirer, der über seinen ersten Sieg nach langer Verletzungspause „ziemlich erleichtert“ war. Sein Plan für den Rest der Saison: „So viel wie möglich spielen, auch wenn schon fast das Ende der Saison ist, traue ich mir schon Großes zu“, sagte Misolic im ORF-TV-Interview.

Neumayer war mit seiner Leistung in Tulln zwar nicht restlos zufrieden, der Ex-Finalist in der Messestadt möchte aber vor dem Heim-Davis-Cup so weit wie möglich kommen. „Ich habe eine große Vorfreude. Es ist immer eine extrem coole Zeit. Wir bauen uns immer eine extrem gute Chemie auf.“ Belgien als Gegner sei ein hartes Stück Arbeit. „Wir sind aber in der Lage jedes Match zu gewinnen“, glaubt der Salzburger.

Alexander Blockx
Alexander Blockx(Bild: AP/Andres Kudacki)

Belgier ohne ihre Nummer 3 nach Wien
Eine Änderung im Aufgebot gibt es bei den Belgiern: Deren aktuelle Nummer 3, Raphael Collignon (ATP-38.), musste für den Länderkampf absagen. Der 24-Jährige klagt schon länger über Knieschmerzen, die sich laut eigener Aussage zuletzt in Nordamerika deutlich verschlimmert hätten. Der Kapitän der Gäste, Steve Darcis, nominierte nun Gauthier Onclin (ATP-158.) nach.

Mit dem US-Open-Viertelfinalisten Alexander Blockx (klagte zuletzt über Rippenprobleme, Anm.) und Zizou Bergs verfügen die Belgier aber immer noch über die ATP-Nummern 34 und 37 im Aufgebot. „Die Favoritenrolle bleibt bei Belgien“, meinte Melzer in einer Aussendung vom Dienstag. „Es limitiert nur ein wenig die Möglichkeiten des gegnerischen Kapitäns – etwa auch jene im Doppel, vielleicht einen Top-Einzelspieler an die Seite eines Doppelspezialisten zu stellen.“

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