BL-Sonntagsspiele

Austrias Derby-Sieg und Bullen-Blamage als Videos

Sport
09.11.2014 18:54
Austria hat am Sonntag im 311. Wiener Derby beinahe einen 3:0-Vorsprung aus der Hand gegeben, zitterte sich am Ende zum 3:2-Sieg gegen Rapid im Happel-Stadion. Omer Damari (23., 40.) gelang ein Doppelpack, für den dritten Treffer sorgte Daniel Royer (78.). Rapid schaffte durch Deni Alar (83.) und Robert Beric (92.) fast die Wende - die sehenswerten Treffer gibt es im Video oben. Die Salzburger "Bullen" schlitterten in Altach in ein 1:4-Debakel, hätten dabei sogar noch höher verlieren können! Es war die erste Pleite seit 21. September.

Rapid - Austria 2:3    Zum Video
Die Austria war von Beginn an bemühter und wirkte zwingender im Spiel nach vorne. James Holland sorgte schon nach sieben Minuten mit einem Schuss erstmals für Gefahr. Rapid-Goalie Jan Novota musste da noch nicht eingreifen, bei seiner ersten Abwehraktion sah er dann aber gleich ganz schlecht aus. Stefan Stangl attackierte Damari zu zaghaft und dessen Schuss aus sehr spitzem Winkel ging durch die Hände des Slowaken ins lange Eck (23.).

Rapid fehlte Vollstrecker
Die Rapidler fanden in der Folge durchaus Ausgleichschancen vor, es fehlte ihnen allerdings ein Vollstrecker wie Damari. Thomas Schrammel schoss vorbei (30.), Beric drüber (32.) und Dominik Wydras Abschluss aus sehr guter Position fiel viel zu schwach aus (34.). Ganz anders die Austrianer, die die alles andere als sattelfeste Abwehr der Rapidler neuerlich überwanden. Nach einer Larsen-Hereingabe war Dibon nicht nah genug bei Damari, der sich drehen und einschießen konnte (40.). Es war bereits Saisontreffer Nummer sieben für den Israeli.

Wieder Böller auf den Rängen
In der Folge sorgten die Fans auf den Rängen für unschöne Szenen. Beide Fan-Gruppen feuerten Böller ab, aus dem Austria-Sektor flogen zudem einige Leuchtraketen in Richtung des "neutralen" Sektors E, in dem hauptsächlich Rapid-Fans saßen. Die Polizei marschierte auf, mit dem Pausenpfiff beruhigte sich die Lage. Doch auch rund ums Spiel gab es Ausschreitungen - mehr dazu lesen Sie hier.

Nach der Pause: Thanos Petsos schob den Ball nach Kainz-Vorarbeit aus bester Position stümperhaft am Tor vorbei (52.), Deni Alar haute bei einem quergespielten Freistoß im Strafraum über den Ball (64.).

Zu dem Zeitpunkt hätte es aber schon 0:3 stehen können. Alexander Grünwald schoss einen indirekten Freistoß im Strafraum an die Innenstange, nachdem sich Novota ein Blackout geleistet, den Ball nach einem Rückpass aufgenommen hatte (54.). Der dritte Treffer fiel aber wenig später. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung sorgte Daniel Royer mit einem Außenrist-Schuss genau in den Winkel für die vermeintliche Entscheidung (78.).

Doch Rapid drehte noch einmal richtig auf. Nach einem weiten Pass schlief die Austria-Abwehr und Alar überhob Lindner zum 1:3 (83.). Petsos schoss drei Minuten später drüber (86.). In der Nachspielzeit konnte Rapid noch verkürzen. Lindner konnte einen Ball nicht festhalten, Beric spitzelte diesen durch die Beine des Austria-Tormanns und vollendete zum 2:3 (92.).

Altach - Salzburg 4:1    Zum Video
Drei Tage nach der 5:1-Gala bei Dinamo Zagreb ist Salzburg in der Fußball-Bundesliga unsanft gelandet. Der personell stark angeschlagene Meister kassierte am Sonntag bei Aufsteiger Altach eine 1:4-Blamage und damit die erste Niederlage seit 21. September. Die Vorarlberger nahmen hingegen eindrucksvoll Revanche für das 0:5 im ersten Saisonduell und kletterten auf Rang drei.

Vor einer Rekordkulisse von 8.063 Zuschauern sorgte Hannes Aigner (5.) für einen perfekten Start des Gastgebers, der nun neun Partien in Folge ungeschlagen ist und sieben Punkte hinter Leader Salzburg liegt. Zudem trafen Ismael Tajouri (62.), Ivan Kovacec (81.) und Louis Ngwat-Mahop (84.) für Altach. Massimo Bruno konnte zwischenzeitlich nur auf 1:1 ausgleichen (53.), die "Bullen" verabsäumten es, den Drei-Punkte-Vorsprung auf den WAC weiter auszubauen, Altach hätte sogar noch viel höher gewinnen können.

Salzburg fehlten viele Stützen
Salzburg war freilich stark ersatzgeschwächt, musste nach Alan, Schwegler, Quaschner, Berisha, Rodnei, Vorsah, und Lazaro nun auch Innenverteidiger Hinteregger vorgeben, Sabitzer (Hüftprellung) saß nicht voll fit vorerst auf der Bank. Schwerwiegendster Ausfall war aber jener von Kreativmotor Kevin Kampl, der das Aufwärmen mit Oberschenkelproblemen abbrechen musste. Im Mittelfeld kam daher Konrad Laimer zu seinem Startelfdebüt in der Bundesliga, das er sich bestimmt anders vorgestellt hätte...

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