50 speziell ausgebildete Feuerwehrleute aus Niederösterreich werden in den letzten beiden Augustwochen auf Sardinien stationiert. Die Florianis sollen bei Wald- und Vegetationsbränden rasch eingreifen können – und zugleich wichtige Erfahrungen für künftige Einsätze in der Heimat sammeln.
Wenn auf Sardinien die Wälder brennen, sind in den kommenden beiden Wochen auch niederösterreichische Florianis zur Stelle. Der NÖ Landesfeuerwehrverband beteiligt sich erneut am sogenannten EU-Prepositioning und entsendet insgesamt 50 Mitglieder des Sonderdienstes Waldbrand- und Vegetationsbrandbekämpfung auf die italienische Mittelmeerinsel.
Das Programm ist Teil des EU-Katastrophenschutzmechanismus. Spezialisierte Waldbrandeinheiten werden dabei vorsorglich in besonders gefährdeten Regionen Europas stationiert. Kommt es zu einem größeren Brand, können sie ohne lange Anreise die örtlichen Einsatzkräfte unterstützen.
Zwei Teams mit je 25 Florianis
Der niederösterreichische Einsatz erfolgt in zwei Rotationen. Zunächst machen sich 25 Feuerwehrmitglieder mit sechs Einsatzfahrzeugen auf dem Landweg durch Italien auf den Weg. Anschließend geht es mit der Fähre nach Sardinien. Nach einer Woche erfolgt die Ablöse: Weitere 25 speziell ausgebildete Florianis fliegen auf die Insel und übernehmen Fahrzeuge und Ausrüstung des ersten Kontingents.
Ihre Basis befindet sich bei Sant‘Andrea Frius, rund 30 Kilometer nördlich von Cagliari. Von dort stehen die Niederösterreicher für Wald- und Vegetationsbrände auf der gesamten Insel bereit.
Erfahrungen helfen auch daheim
„Wir sammeln dabei wertvolle Erfahrungen, lernen von unseren internationalen Partnern und entwickeln unsere Einsatztaktiken kontinuierlich weiter“, betont Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Das gewonnene Wissen komme unmittelbar der Ausbildung und Einsatzvorbereitung in Niederösterreich zugute.
Der Sonderdienst Waldbrand- und Vegetationsbrandbekämpfung zählt mittlerweile rund 600 speziell ausgebildete Feuerwehrmitglieder aus ganz Niederösterreich. Zur Ausrüstung gehören unter anderem 16 Waldbrand-Hilfeleistungsfahrzeuge, 17 geländegängige Pick-ups, vier Quads sowie Löschrucksäcke, mobile Wasserbehälter und spezielle Waldbrandwerkzeuge.
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