Für die Doppelszene

Radikale Pläne der ATP sorgen für große Aufregung

Tennis
03.07.2026 19:02
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

In der Doppelszene beherrschen dunkle Gewitterwolken die Stimmung: Radikale Pläne der ATP sorgen für große Aufregung. 

Ab 2028 will man die Spielfelder im Doppel drastisch reduzieren (Masters-1000 nur noch 16 statt 32 Teams, 500-250-Level nur noch 8). Zudem sollen Single-Spieler bevorzugten Zugang bei Challengern erhalten und der Preisgeld-Split bei Turnieren soll von 80:20 auf 90:10 zu Ungunsten des Doppels aufgeteilt werden. Laut einer Information von Seiten der Doppelspieler wollen alle vier Grand-Slam-Turniere das Doppel so aufrechterhalten, wie es aktuell ist.

Heliovaara schockiert
Der Weltranglistenerste Harri Heliovaara zeigte sich schockiert. „Traurig, dass die Dinge diesen falschen Weg gehen. Es ist eine sehr geldgetriebene Welt.“ Sämtliche Tennis-Asse teilten auf ihren sozialen Kanälen ein Statement mit der Hauptbotschaft zur Aufforderung zum konstruktiven Dialog. In einem längeren Schreiben stand u.a. zu lesen: „Doppel ist keine Faschings-Nebenshow. Das ist keine kleine Anpassung. Es ist der Plan, das Doppel als legitimen Beruf zu beenden – verkleidet als eine Einsparungsmaßnahme.“ Neben vielen weiteren Argumenten, auch jenem, dass der Tennissport eigentlich boomt, wird auch festgehalten, dass weltweit 70 Prozent der Freizeitsportler Doppel spielen.

Miedler und Oberleitner im Achtelfinale
Der Niederösterreicher Lucas Miedler und der Wiener Neil Oberleitner stehen mit ihren Partnern beim Tennis-Grand-Slam von Wimbledon jeweils im Achtelfinale. Das als Nummer elf gesetzte Duo Miedler/Francisco Cabral besiegte am Freitag die peruanisch-argentinische Paarung Ignacio Buse/Marco Trungelliti 4:6,6:4,6:1. Später besiegte Oberleitner mit seinem tschechischen Partner Petr Nouza die Niederländer Tallon Griekspoor/Botic van de Zandschulp 6:1,6:2. Der Wiener, der sich erst seit Jahresbeginn ganz auf das Doppel konzentriert, und Nouza treffen nun auf die als Nummer drei gesetzten Briten und Titelverteidiger Julian Cash/Lloyd Glasspool, Cabral/Miedler auf die ebenfalls starken Deutschen Kevin Krawietz/Tim Pütz (Nr. 7).

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