Do, 16. August 2018

US-Luftangriff

05.09.2014 19:15

Somalia: Einer der meistgesuchten Terroristen tot

Der Anführer der islamistischen Al-Shabaab-Miliz in Somalia ist bei einem US-Luftangriff getötet worden. Ahmed Abdi Godane sei bei dem am Montag in dem ostafrikanischen Land geflogenen Angriff ums Leben gekommen, bestätigte das US-Verteidigungsministerium am Freitag. Die USA hatten den 37-jährigen Godane als einen der acht meistgesuchten Terroristen der Welt geführt.

Der Tod des Shabaab-Chefs sei "ein großer symbolischer und operativer Verlust des größten Al-Kaida-Ablegers in Afrika", erklärte das Weiße Haus. Dem erfolgreichen Militäreinsatz seien "Jahre mühevoller Arbeit unserer Geheimdienst-, Militär- und Justizmitarbeiter vorausgegangen".

Das US-Militär hatte den Luftangriff laut Pentagon bei einem Treffen Godanes mit Shabaab-Kommandeuren am Montag gegen 17.20 Uhr MESZ in der somalischen Region Unter-Shabelle ausgeführt. Dabei seien Kampfflugzeuge und unbemannte Drohnen im Einsatz gewesen, die mehrere "Hellfire"-Raketen abgefeuert und lasergesteuerte Bomben abgeworfen hätten. Eine Beteiligung von Bodentruppen habe es nicht gegeben, hatte Pentagon-Sprecher John Kirby am Dienstag erklärt. In den Tagen nach dem Angriff war das Schicksal Godanes zunächst unklar gewesen.

2008 die Führung übernommen
Der 37-jährige Godane hatte 2008 die Führung der Al-Shabaab-Miliz übernommen, nachdem sein Vorgänger Adan Hashi Ayro bei einem US-Raketenangriff getötet worden war. Der auch unter den Namen Abu Zubeyr und Ahmed Abdi Aw Mohammed bekannte Islamist soll eine militärische Ausbildung bei den Taliban in Afghanistan erhalten haben. Der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, hatte ihn als Führer der "Mujaheddin" in Ostafrika anerkannt. Die USA hatten auf Godane ein Kopfgeld von sieben Millionen Dollar (rund 5,38 Millionen Euro) ausgesetzt.

Die 2006 entstandene Al-Shabaab-Miliz führt im Bürgerkriegsland Somalia einen blutigen Kampf gegen die Regierung. Somalische Soldaten und Truppen der Afrikanischen Union konnten die Islamisten zuletzt zurückdrängen, die Rebellengruppe kontrolliert aber weiter Gebiete im Süden und im Zentrum des Landes. In ostafrikanischen Nachbarstaaten verübte die Shabaab-Miliz eine Reihe von Anschlägen. Unter anderem wird sie verantwortlich gemacht für den Angriff auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi mit 67 Toten vom September 2013.

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