Angesichts der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine waren zuletzt immer mehr Forderungen laut geworden, die WM 2018 zu boykottieren oder das Turnier neu zu vergeben. FIFA-Boss Blatter sprach Russland hingegen erst am Dienstag das volle Vertrauen aus. "Wir stellen die WM in Russland nicht infrage. Wir sind in einer Situation, in der wir den Organisatoren der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 unser Vertrauen aussprechen", bekräftigte der Schweizer in Kitzbühel. Ein Boykott sei keine Lösung: "Das hat noch nie etwas gebracht."
Auch Formel-1-Rennen in Sotschi betroffen?
Doch offenbar denkt die EU nun ernsthaft darüber nach. Die geplanten neuen Strafmaßnahmen seien weitaus härter und konkreter als die bisherigen Sanktionen, betonte "El Pais" unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Auch die Formel 1, die im Oktober in der Olympia-Stadt Sotschi ihr Russland-Debüt gibt, könnte davon betroffen sein. Die EU halte ein Einlenken Moskaus im Ukraine-Konflikt für unwahrscheinlich und wolle daher einen harten Kurs einschlagen.
EU-Diplomaten wiesen nach Angaben der Zeitung allerdings darauf hin, dass über die geplanten Sanktionen noch nicht entscheiden worden sei. Es sei nicht ausgeschlossen, dass ein WM-Boykott erst für eine nächste Phase der Strafmaßnahmen in Betracht gezogen werde.
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