Mo, 25. Juni 2018

7. Juli 2014

07.07.2014 09:19

Alarmstufe eins statt Urlaub

Der WM-Tross ist in die Semifinal-Städte Belo Horizonte und São Paulo weitergezogen, macht nur noch einmal, nächsten Samstag beim "Spiel der Verlierer", dem Spiel um Platz drei, in Brasilia Halt.

Zurück bleibt in Brasiliens Hauptstadt ein Stadion, das aus der Entfernung an das Kolosseum in Rom erinnert und über dessen Nutzung gerätselt werden darf. Denn Brasilia hat keinen Klub in der höchsten Spielklasse, ab und zu wird die Seleção wohl im "Estádio Nacional de Brasília Mané Garrincha", das eigens für die WM um rund 350 Millionen Euro errichtet wurde, antreten. Sonst? Ein paar Popkonzerte werden stattfinden...

Was mich aber noch mehr beschäftigt als die Frage nach der weiteren Nutzung des Nationalstadions: Was machen in Zukunft die Tausenden WM-Einsatzkräfte? Werden jetzt die Ministerien in der Hauptstadt doppelt und dreifach bewacht?

Der Comandante mit dem klingenden Namen Paulo Gustavo Maria Lima Faria, einer der wenigen Polizisten, der Englisch kann, gibt lächelnd die Antwort: "Jetzt gehen wir einmal nach Hause und machen bis zum Spiel um Platz drei Urlaub." Und sagt aber gleich ernsthaft dazu: "Das wäre schön, ist aber nicht der Fall. Wir haben alle während der WM weiter Bereitschaft, sind für zwei Fälle gerüstet: Für jenen, dass Brasilien Weltmeister wird und das ganze Land feiert. Und für jenen, dass Brasilien es nicht schafft. Dann herrscht im ganzen Land Alarmstufe eins, rechnen wir leider mit Ausschreitungen."

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