Sa, 23. Juni 2018

Superstar macht Mut

06.07.2014 09:27

Neymar: "Traum vom WM-Titel ist noch nicht vorbei"

Die Hiobsbotschaft vom WM-Aus für Neymar hat das Land des Gastgebers in einen Schockzustand versetzt. Der verletzte Superstar traut seinen Mitspielern aber auch ohne seine Tore den WM-Titel zu. "Der Traum vom WM-Titel ist noch nicht vorbei", sagte der 22-Jährige. "Es fehlen noch zwei Spiele, und ich bin sicher, dass meine Teamkollegen alles tun werden, um diesen Pokal zu holen", erklärte Neymar.

Der Offensivspieler des FC Barcelona hat das Trainingslager der "Selecao" in Teresopolis in einem Hubschrauber verlassen, nun soll er sich im Kreis seiner Familie erholen. Neymar hatte sich beim 2:1-Viertelfinalsieg gegen Kolumbien einen Wirbelbruch zugezogen und fällt daher für den Rest des Turniers aus.

"Ich bin bekümmert über diese Situation, die sich aus einer normalen Aktion im Spiel ergeben hat", meinte Kolumbiens Juan Zuniga über das folgenschwere Foul. Es sei von seiner Seite "keine böse Absicht, Bosheit oder Unüberlegtheit" gewesen. "Ich bewundere, respektiere dich und erachte dich als einen der besten Spieler der Welt." Er wünsche Neymar eine schnelle Rückkehr auf den Platz. Zuniga hatte den 22-Jährigen in der 86. Minute in einem Zweikampf mit dem Knie am Rücken getroffen.

Mit dem Profi vom FC Barcelona verliert der Rekord-Weltmeister seinen vierfachen Torschützen und bisher herausragenden WM-Spieler. In heller Aufregung verbreiteten die brasilianischen Reporter die Hiobsbotschaft im ganzen Land: "Neymar esta fora da copa!" - Neymar ist raus aus der WM.

Ronaldo hält Zunigas Foul für "gewalttätig"
Das Foul löste zugleich eine heftige Debatte über die Schiedsrichterleistung aus. Brasiliens WM-Rekordtorschütze Ronaldo fand deutliche Worte: "Es gab eine Absicht von dem kolumbianischen Spieler, Schaden zu verursachen. Ich glaube, es war sehr gewalttätig." Brasiliens bekanntester TV-Kommentator Galvao Bueno sprach von einer "Aggression" Zunigas und einem "kriminellen Vorgang".

Nationalcoach Luiz Felipe Scolari hatte sich schon bei der Pressekonferenz nach dem Spiel skeptisch gezeigt, dass Neymar bei der Partie am Dienstag gegen die DFB-Elf in Belo Horizonte wieder einsatzbereit sein werde. "So wie ich es sehe, kann er nicht spielen. Er weinte vor Schmerzen", erklärte der 65-Jährige. Scolaris Befürchtungen wurden durch die Untersuchungen bestätigt.

Rührender Brief von Präsidentin Rousseff
Selbst Staatschefin Dilma Rousseff hat sich besorgt über den Gesundheitszustand des Profis gezeigt und in einem emotionalen Brief ihre Anteilnahme ausgedrückt. "Es hat mein Herz und das aller Brasilianer gebrochen, den Schmerz auf deinem Gesicht im Castelao-Stadion zu sehen", schrieb sie am Samstagabend. "Aber wir haben auch die immense Kraft eines großen Kriegers gesehen, der sich nie schlagen lässt, auch wenn er verwundet ist. Ein großer Krieger, der nur kurz seinen Weg unterbricht, der aber schon seine unerreichbare Marke hinterlassen hat in der Schlacht, die unsere 'Selecao' kämpft."

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