Mo, 18. Juni 2018

Sieg über Frankreich

05.07.2014 13:14

Deutschlands Team bei der WM nicht aufzuhalten

Deutschland ist bei der WM in Brasilien weiterhin nicht aufzuhalten. Dank eines 1:0-Erfolgs gegen ratlose Franzosen ist der erste deutsche Titelgewinn seit Italien 1990 wieder einmal nahe. Am Dienstag wartet im Halbfinale nun der nach dem Ausfall von Superstar Neymar geschockte Gastgeber Brasilien. Die Ausgangslage scheint für Deutschland verheißungsvoll.

Der dreifache Weltmeister verlängerte im Maracana von Rio eine imposante Serie: Bereits 2002 in Japan/Südkorea, 2006 in der Heimat und 2010 in Südafrika war die DFB-Auswahl im Halbfinale dabei, nun wiederholt sie das Kunststück auch in Südamerika. Eine solche Konstanz auf höchstem Level ist beispiellos. Als erste Fußball-Nation ist Deutschland damit viermal in Serie bis in die Vorschlussrunde vorgestoßen.

"Das ist schon eine großartige Leistung", kommentierte Joachim Löw dies nach dem 75. Sieg seiner Amtszeit knapp. Seitdem er im Sommer 2006 vom Assistenten zum Bundestrainer aufgestiegen ist, stand die DFB-Mannschaft sowohl bei der EM- als auch auf WM-Ebene viermal knapp vor dem Titel - in Brasilien soll es nun endlich reichen. Nicht das dritte "kleine Finale" in Folge, sondern das große Endspiel erneut im Maracana ist das klare Ziel.

"Ich brauche nicht mehr um Platz drei zu spielen - definitiv. Wir haben jetzt auch schon in der Kabine gesagt: Toll, wir sind wieder im Halbfinale, das war unser großes Ziel, wieder da zu stehen. Aber man will mehr, definitiv", erklärte Kapitän Philipp Lahm. Mittelfeldmann Toni Kroos stellte sich schon einmal auf einen Kraftakt in Belo Horizonte ein: "Da spielst du gegen ein gesamtes Stadion, gegen ein gesamtes Land. Das ist dann schon etwas Besonderes."

Löw freut sich auf Brasilien
Im deutschen Lager freute man sich durch die Bank auf die große Prüfung. "Was gibt es Schöneres, als im Fußball-Traumland gegen euer starkes Team in einem WM-Halbfinale zu stehen", übermittelte Löw nach dem 2:1 des Rekordweltmeisters gegen Kolumbien an den Gastgeber. Einige deutsche Spieler bedauerten jedoch auch gleich das Pech von Neymar, für den nach einem Wirbelbruch das Turnier vorzeitig beendet ist. Fehlen wird Brasilien auch der gesperrte Kapitän Thiago Silva.

Deutschlands Halbfinaleinzug fühlte sich ziemlich unspektakulär an. Nach dem Führungstor von Mats Hummels in der 13. Minute hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in Grenzen. In Rios Mittagshitze überzeugte die Löw-Elf durch Organisation und taktische Disziplin. "Wir arbeiten defensiv hart, viele von uns haben das gefordert. Man kann eine WM nicht mit einem Schnitt von zwei Gegentoren gewinnen", verriet Abwehrmann Hummels in Anspielung an die Diskussion im Vorfeld.

Im deutschen Camp hatte man sich vor dem Viertelfinale fast nur noch mit der Lahm-Frage befasst. Nahezu jeder Experte gab eine Empfehlung ab, wo der Kapitän dem Gemeinwohl des deutschen Fußballs am meisten dienen könnte. Am Ende der Diskussionen spielte Lahm als rechter Außenverteidiger. Das defensive Mittelfeld-Zentrum besetzte Löw mit Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira. In der Innenverteidigung kamen Hummels und Jerome Boateng zum Einsatz, Per Mertesacker saß auf Bank.

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