Sauber bleiben
Die wichtigsten Hygiene-Tipps für den Haushalt
Gleich vorweg: Unnötige Panikmache ist dabei ebenso fehl am Platz wie eine vollständige Vernachlässigung des Themenbereichs. Unbestritten ist, dass sich vor allem an heißen Tagen so manche potentielle Keim-, Bakterien- oder Virenquelle rascher ausbreiten kann als in der kühlen Jahreszeit - vor allem in Küche und Bad. Doch oft helfen hier schon einige Handgriffe und bewusste Verhaltensregeln, um das drohende Übel abzuwenden.
Schmutz, Hygiene und gesunder Haushalt
Sauberkeit sowie Hygiene stehen in engem Zusammenhang mit einem gesunden Leben. Trennen muss man zwischen offensichtlichem Schmutz und Hygiene im Haushalt. Denn unter dem Begriff Hygiene wird heute in erster Linie der Schutz vor Infektionserregern, Giften und schädlichen Umwelteinflüssen verstanden.
Haushaltsschmutz tritt vor allem in Form von Pigmenten (z.B. Staub), Fetten und Ölen, wasserlöslichen, eiweißhaltigen oder farbstoffhaltigen Stoffen wie etwa Schweiß, Hautschuppen oder Kaffee-, Obst- und Grasflecken in Erscheinung.
Normaler Schmutz ist meist leicht zu erkennen, sei es optisch oder durch bestimmte Gerüche. Keime, Bakterien und Viren hingegen sind oft unsichtbar und finden häufig gerade im Sommer einen idealen Nährboden für ihre Vermehrung und Verbreitung. Also, her mit Chemie, Desinfektionsmitteln und sämtlichen Reinigungsmitteln mit antibakterieller Wirkung?
Experten raten davon ab. Denn - einmal ganz abgesehen von der Umweltbelastung - sind heute Haushalte in den westlichen Ländern schon einmal grundsätzlich durch die Verwendung entsprechender Haushaltshelfer (Kühlschrank, Geschirrspüler etc.) wesentlich hygienischer als noch vor einigen Jahrzehnten.
Wegwerfen, wechseln, reinigen - und Händewaschen
Die wichtigste Grundregel für Top-Hygiene nicht nur im Haushalt: häufiges Händewaschen. Allein dadurch kann auch zuhause bei "normaler" Sauberkeit der erforderliche Hygiene-Grundstandard sichergestellt werden.
Klingt ganz einfach, wird jedoch im Alltag oft vernachlässigt: Studien zeigen immer wieder, dass bei uns viel zu wenig Händewaschen durchgeführt wird. Oft unterliegt man auch einer Selbsttäuschung in Bezug auf die Häufigkeit. Experten-Tipp: einige Tage lang ganz bewusst darauf achten, wie oft und nach welchen Gelegenheiten man sich tatsächlich im häuslichen Umfeld die Hände wäscht. Überraschende Ergebnisse sind vorprogrammiert.
Zusätzlich sollten der Hygiene im Haushalt zuliebe einige Verhaltensregeln und Maßnahmen beachtet werden. Die wichtigsten Grundsätze dabei: rechtzeitig entsorgen, regelmäßig tauschen und regelmäßig waschen.
Hygiene-Tipps für den Haushalt
- Putzlappen und Wischtücher: Putzlappen gelten als Bakterienschleuder Nummer eins. Nach jedem (!) Gebrauch bei hohen Temperaturen waschen, gut trocknen lassen und häufig austauschen.
- Küchenschwämme: Sind aus hygienischer Sicht ganz allgemein weniger gut geeignet. Werden sie dennoch benützt, sollten sie nach zwei bis drei Tagen getauscht werden.
- Abfallbehälter: Mindestens einmal pro Woche mit warmem Wasser und Reinigungsmittel abwaschen. Gründlich trocknen lassen!
- Schneidebretter: Nach jedem Gebrauch gründlich abwaschen oder in die Spülmaschine geben. Für Fleisch, Fisch und Obst sowie Gemüse verschiedene Schneidbretter verwenden. Bei tiefen Rillen austauschen.
- Geschirrtücher: Nach jedem Gebrauch gründlich trocknen lassen. Nach Möglichkeit nach jedem zweiten oder dritten Einsatz austauschen. Geschirrtücher sollten tatsächlich nur für das Abtrocknen von Geschirr verwendet werden. Für Entfernung von Flecken, Lebensmittelrückständen oder das Trockenwischen von Arbeitsflächen besser Küchenrollen einsetzen.
- Spülbürste: Je nach Häufigkeit der Verwendung regelmäßig in der Geschirrspülmaschine mitwaschen.
- Handtücher: In den meisten Haushalten reine Bakterienschleudern, denn hier sammeln sich durch die Feuchtigkeit besonders rasch Bakterien etc. an. Grundsätzlich sollten drei Handtücher nach jedem Bad bzw. jeder Dusche bereit liegen (Gesicht, Körper, Intimbereich). Das Handtuch für den Intimbereich nach jeder Benutzung wechseln, die anderen nach zwei- oder dreimaligem Gebrauch tauschen. Immer gut trocknen lassen! Übrigens: Nicht wirklich saubere Handtücher können für die Entstehung von unreiner Haut im Gesicht mitverantwortlich sein.
- Zahnbürste: Spätestens alle drei Monate wechseln. Zahnbürsten verschiedener Familienmitglieder nicht zu eng zueinander stellen, da Keime auch so übertragen werden können. Nach jeder (auch leichten) Erkrankung Zahnbürsten nach der Genesung tauschen.
- Klobürste: Tut zwar in der Praxis kaum jemand, doch Toilettenbürsten sollten alle acht Wochen getauscht werden, denn Feuchtigkeit bildet einen idealen Nährboden für Keime und Bakterien.
- WC-Spültaste: Regelmäßig abwischen.
- Rasierklingen: Auch wenn sie nur alle zwei Wochen für die Beinenthaarung genützt werden, nach zwei Wochen gehören sie jedenfalls ausgetauscht.
- Schlafanzug: Hygienisch besser ist es, auch in heißen Sommernächten stets mit Schlafanzug, Shirt, etc. zu schlafen als unbekleidet. Denn das Gewand fängt Hautschuppen und Schweiß ab. Empfohlen wird, das Nachtgewand alle zwei Tage zu wechseln.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.