Hitze in Räumen

Coole Schattenspiele an heißen Tagen

Wohnkrone News
17.06.2014 11:41
Einige heiße Tage, und schon steigt in vielen Wohnungen und Häusern die Raumtemperatur ganz kräftig an. Fest steht, dass mittlerweile die Überhitzung von Räumen das wesentlich größere Problem darstellt als die Zufuhr von Wärme. Was für ein cooles Raumklima im Sommer in Sachen Hitzeschutz tatsächlich wichtig ist, lesen Sie hier.

"Sooo angenehm", seufzen viele erleichtert, wenn sie an Hitzetagen in komfortabel abgedunkelte Innenräume kommen. Hier täuscht die Optik. Denn die Verdunklung des Raumes sagt leider noch gar nichts über die Raumtemperatur selbst aus. Der Entspannungseffekt wird zunächst lediglich dadurch erzielt, dass abgedunkelte Räume im Sommer einfach als angenehmer – und dadurch auch rein subjektiv kühler! – wahrgenommen werden als solche, in denen das Sonnenlicht scheinbar ungebremst durch die Fenster knallt.

Einen objektiven Unterschied in unserem Wohlbefinden macht die Verdunkelung der Räume darüber hinaus aber auch: Zu grelles Licht an heißen Sommertagen senkt die Konzentrationsfähigkeit und kann sogar die Augen belasten. Vor allem Kinder und ältere Menschen leiden häufig darunter.

Planung, Bauweisen und Fenster
Die Überhitzung von Gebäuden und diverse Lösungsansätze spielen seit einigen Jahren eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit energiesparenden und umweltfreundlichen Stadtentwicklungskonzepten. Denn vor allem in städtischen Bereichen mit dicht verbauten Gebieten kühlen die Gebäude in den heißen Sommermonaten über Nacht bei Weitem nicht ausreichend aus. Innenraumtemperaturen bis oder sogar über 30 Grad belasten Schlafkomfort und Gesundheit.

Bei Neubauten rückt daher ein guter Hitzeschutz zunehmend in das Zentrum planerischer Überlegungen. So werden etwa große Fensterflächen bereits so gebaut, dass sie etwas zurückversetzt liegen und damit ein baulicher Hitzeschutz erzeugt wird.

Von Bedeutung ist aber auch die Bauweise. Bekannt und durch mehrere Untersuchungen belegt ist, dass sich massive Bauteile (Ziegel, Beton, Massivholz etc.) tagsüber nur langsam erwärmen und während der kühleren Nächte überschüssige Temperaturen wieder abgeben.

Moderne Fenstersysteme werden meist nur im Zusammenhang mit verbesserter Wärmedämmung im Winter gebracht. Die neuen Glastechnologien haben aber auch in puncto Hitzeschutz einiges zu bieten. So reflektieren hochwertige Fensterflächen die Strahlen der hochstehenden Sommersonne (umgekehrt lassen sie im Winter bei tieferem Sonnenstand die Wärme in den Raum) – selbst bei großzügigen Glasflächen nach Süden hin erhitzen sich also die Räume nicht so stark.

Jalousien – und Jalousien
Ganz allgemein versteht man unter Jalousien einen variablen Sicht- und Lichtschutz. Sichtschutz und Beschattung der Jalousien erfolgen durch die einzelnen Lamellen, die verschieden eingestellt werden können: von ganz blickdicht bis hin zu den unterschiedlichsten Abstufungen der "Durchsicht".

Jalousien gibt es sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Und hier liegt auch die wohl wichtigste Unterscheidung in puncto Hitzeschutz. Innenjalousien erfüllen lediglich Funktion des Sicht- und des Lichtschutzes, etwa vergleichbar einem Vorhang. Einen wirksamen Sonnen- und Witterungsschutz bieten hingegen Außenjalousien, die das Eindringen der Sonnenwärme in den Raum – je nach Qualität und Modell – sogar bis zu 75 Prozent verhindern können.

Die vielfach als so angenehm empfundene Verdunklung weist aber auch im wahrsten Sinn des Wortes Schattenseiten auf. Denn meist werden tagsüber die Räume einfach abgedunkelt gelassen. Die Folge: Mensch und Pflanzen fehlt das Tageslicht. Unnötiges Lichtanschalten zum Lesen oder für die Durchführung anderer Tätigkeiten belasten Stromrechnung und Augen. Zimmerpflanzen werden gerade im Sommer ihrer wichtigsten natürlichsten Lichtquelle beraubt.

Tipp: clevere, "mitdenkende" Jalousien mit sogenannter Tageslichtlenkung. Hier stellen sich die Lamellen automatisch und von selbst nach dem jeweiligen Sonnenstand so ein, dass zwar zu grelles Sonnenlicht draußen bleibt, andererseits aber stets auch ausreichend natürliches Tageslicht in den Raum fällt.

Nicht ohne meine Rollos!
Nicht immer kann man die Frage des optimalen Hitzeschutzes selbst bestimmen. So etwa ist in den Mietwohnungen der Hitzeschutz bereits vorgegeben  - oder existiert gleich einmal gar nicht. Außenjalousien können schon aus rechtlichen Gründen nicht so einfach angebracht werden und es bleibt auch die Frage, ob sich diese Investition in das Mietobjekt rechnet.

Eine relativ einfache und rasche Methode eines effektiven Sonnenschutzes bieten hier die bewährten Rollos. Ihr großes Plus: Im Gegensatz zu Innenraum-Jalousien können auch im Innenraum angebrachte Rollos Hitze im Raum abschwächen.

Voraussetzung dafür ist allerdings das jeweilige Material. Rollos sind preislich häufig günstiger als gute Innenjalousien, bieten allerdings aber keine Spielvarianten der Regulierung des Lichteinfalls. Durch Farb- und Materialwahl lassen sich jedoch sehr schöne (weiche) Lichtstimmungen erzielen, die den gesamten Raum aufwerten können.

Einige Tipps

  • Kauf: Rollos nicht unüberlegt anschaffen, sondern sich vorab umfassend über die verschiedensten Angebote und jeweiligen Vorzüge der einzelnen Materialien informieren!
  • Farb-Rollos: Ähnlich wie bei der Farblicht-Therapie lassen sich durch die einzelnen Farben der Rollos Stimmungseffekte erzielen. Experten raten bei Zimmersituationen, in denen Kreativität und Bewegung gefragt ist, zu belebenden Farben wie Rot und Grün, bei Ruhe- und Schlafzonen zu Blau-, Grün- und Lilatönen. Für Kinder sind übrigens sanfte Pastelltöne sehr gut geeignet.
  • Klemm-Rollos: Um einige Euros werden sie heuer bereits in Baumärkten angeboten - praktische und einfach zu befestigende Klemm-Rollos mit speziellem Hitzeschutz. Beim Kauf Fensterdimensionen genau abmessen; bei einigen Modellen kann es vorkommen, dass sich das Fenster nach dem Anbringen nicht mehr ganz öffnen lässt.
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