Bei Luftangriff

Irans Ex-Präsident Ahmadinejad getötet

Außenpolitik
01.03.2026 15:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der ehemalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt.

Ahmadinejad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament.

Atompolitik löste Sanktionen aus
Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die in dem Land zu einer schweren Wirtschaftskrise führten. Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocaust war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende seiner Amtszeit umstritten.

Ahmadinejads Linie in Sachen Atompolitik führte zu harten, internationalen Sanktionen gegen den ...
Ahmadinejads Linie in Sachen Atompolitik führte zu harten, internationalen Sanktionen gegen den Iran.(Bild: AP)
(Bild: EPA)

  Ahmadinejad stützte sich während seiner Präsidentschaft massiv auf die Revolutionsgarden (IRGC). Im Gegenzug verschaffte er ihnen Gewinne bei Privatisierungen sowie Kontrolle über strategische Wirtschaftssektoren. Obwohl Ahmadinejad als Ziehsohn des jetzt getöteten Ayatollah Ali Khamenei galt, entwickelte er sich gegen Ende seiner Präsidentschaft und darüber hinaus zu einer unberechenbaren Opposition innerhalb des Systems.

Von Wahl ausgeschlossen
Sein Versuch, die Befugnisse des gewählten Präsidenten gegenüber dem Klerus zu erweitern – insbesondere durch den offenen Konflikt um das Geheimdienstministerium 2011 – führte zum Bruch mit dem Obersten Führer. In den Folgejahren wurde er politisch marginalisiert; der Wächterrat schloss ihn 2017, 2021 und 2024 von den Präsidentschaftswahlen aus.

Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Bei Angriffen in Teheran wurde der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in mehreren Staaten der Golfregion an. Neun Menschen wurden in Israel seitdem getötet. Am Sonntag dauerten die gegenseitigen Angriffe an.

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