Nach Rang 19 im Springen skatete Gottwald mit Bestzeit im 7,5-km- Langlauf an die Spitze und siegte 9,5 Sekunden vor dem deutschen Weltmeister Ronny Ackermann sowie 17,1 Sekkunden vor dem besten Springer, dem Norweger Petter Tande. Vor den Augen von Sportdirektor Toni Innauer sorgte er somit für den zweiten ÖSV-Saisonerfolg nach Mario Stecher im Sprint in Kuusamo.
Nach den jüngsten mäßigen Platzierungen hatte Gottwald zu grübeln begonnen. Aber spätestens im Montag-Training in Ruhpolding sprang er den Selbstzweifeln davon. "Ich habe auf meine Stärken vertraut und auf der Schanze genau das gemacht, was ich drauf habe und nicht mehr. Das hat genügt", erklärte Gottwald.
Auch im Laufen zeigte sich Gottwald nach den Problemen in seiner Wahl-Heimat Ramsau wieder in gewohnter Stärke. In der Schlussrunde wählte er den richtigen Moment und setzte sich aus dem Sog von Ackermann vor Hannu Manninen an die Spitze. Der vierfache Saisonsieger aus Finnland schien als Fünfter nach dem Springen seinen 36. Weltcupsieg anzusteuern, erlebte aber überraschend im Finish als Führender einen Einbruch. Auch der erneut starke Mario Stecher zog als Gesamt-Vierter (+22,7) an Manninen vorbei, der sich als Fünfter (27,7) ins Ziel rettete.
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