Die Freiheitlichen haben ihre Kandidaten für die bevorstehende Grazer Gemeinderatswahl präsentiert. Unter den ersten 15 befinden sich immerhin fünf Frauen. Das Ziel von „Bürgermeisterkandidat“ René Apfelknab ist klar: „Wir wollen eine aktive Rolle in der künftigen Stadtregierung spielen.“
Die Zeit seit dem letzten Urnengang in der Murmetropole, sie war für die Grazer Freiheitlichen keine einfache. Am Wahltag stürzte man auf gerade einmal 10,61 Prozent ab, der Finanzskandal ließ die Blauen dann regelrecht implodieren – Parteiabspaltung inklusive. Mit Günter Wagner sitzt in der steirischen Landeshauptstadt aktuell gerade noch ein Mandatar für die FPÖ im Gemeinderat. Doch wie so oft in der (österreichischen) Politik haben sich die Zeiten längst wieder geändert.
Aktuell segeln die Freiheitlichen nämlich auf einer regelrechten Erfolgswelle – gerade in der Steiermark, wo man mittlerweile mit Mario Kunasek ja auch den Landeshauptmann stellt. Und der gilt auch als blauer Trumpf im Wahlkampf – in den er sich „intensiv einbringen wird“, wie Stadtparteiobmann Axel Kassegger betont. Gemeinsam mit „Bürgermeisterkandidat“ René Apfelknab hat er am Freitag die 15 Kandidaten (darunter immerhin fünf Frauen) für die Gemeinderatswahl am 28. Juni präsentiert. Klar ist, dass hier der blaue Lauf fortgesetzt werden soll: „Wir wollen eine aktive Rolle in der künftigen Stadtregierung spielen“, stellt Apfelknab klar.
„Grünideologischen Antiautofahrerkurs beenden“
Nach den Turbulenzen in der jüngeren Vergangenheit betont man in der Stadtpartei die Geschlossenheit. Punkten will man natürlich mit den altbekannten freiheitlichen Themen: Strengeres Integrationsleitbild, strengere Kriterien für die Sozialcard, Bevorzugung von „echten Grazern“ bei Sozialwohnungen – aber auch raschere Verfahren, praxistaugliche Verkehrslösungen für die Innenstadt und man will auch Unternehmern ein offenes Ohr schenken. „Der grünideologische Anti-Autofahrerkurs muss im Sinne der Handelsstadt Graz beendet werden“, hält Apfelknab fest.
1. René Apfelknab
2. Jasmin Dawkins
3. Bernhard Dohr
4. Wolfgang Lueger
5. Hedwig Staller
6. Dominik Hausjell
7. Elisabeth Graf
8. Jürgen Angerer
9. Roland Zistler
10. Peter Krottmaier
11. Karoline Platzer
12. Andreas Mautner
13. Jutta Poglitsch
14. Robert Spörk
15. Karl Peintinger
„Stadt auf Mitte-rechts drehen“
Stadtparteiobmann Kasegger sieht seine Fraktion „konsolidiert“ und betont die Geschlossenheit mit der Landespartei. „Wir wollen Graz künftig bestmöglich mitgestalten. Es besteht die Chance, die Stadt von links-links-links auf Mitte-rechts zu drehen.“ Gefragt nach möglichen Koalitionspartnern, hält er lachend fest: „Die Chancen, die Stadt zu drehen, sind mit der SPÖ wahrscheinlicher größer als mit Grünen und KPÖ.“ Und natürlich sieht er vor allem in der Volkspartei und den NEOS mögliche Partner für eine künftige Zusammenarbeit.
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