Wohin und was soll ich dort machen? Bei der Urlaubsplanung dürfte sich künftig viel verändern: Das Unternehmen Feratel präsentierte nun sein sprachgesteuertes KI-System für den Tourismus. In einem bekannten Tiroler Wintersportort setzt man schon voll darauf.
Ein Städteurlaub in Innsbruck, es regnet. Mit dabei ist die Tochter (17), die im Rollstuhl sitzt. Was kann man unternehmen? Oder ein Winterurlaub in Ischgl, man hat Lust auf eine Schneeschuhwanderung, maximal zwei Stunden soll sie dauern – was sind die besten Tipps?
Neues System wird auf ITB in Berlin vorgestellt
Bisher wurde wohl „Dr. Google“ oder die TVB-Homepage in solchen Fällen konsultiert. Künftig antwortet die KI und das Tiroler Unternehmen Feratel testet derzeit in der Region Ischgl-Paznaun das sprachgesteuerte System feratel-AI-plus, das 50 Sprachen „beherrscht“. Es wird kommende Woche auch auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin vorgestellt. „Unsere KI-Lösung fasst alle relevanten Daten zusammen“, erklärte Feratel-Vorstandsvorsitzender Markus Schröcksnadel.
Im Zentrum steht ein Datenhub, der strukturierte touristische Inhalte bündelt (z.B. Unterkünfte, Erlebnisse, Veranstaltungen, Routen und Touren, Gastronomie, Freizeiteinrichtungen, Schnee- und Pistendaten, Preise, Tickets sowie Informationen zum öffentlichen Verkehr usw.) Die Daten stammen von den Destinationen und werden laufend aktualisiert.
„Gast sucht nicht, er fragt einfach“
Professor Roman Egger, führender KI-Experte für Tourismus an der Modul Universität in Wien, sieht die Bequemlichkeit als größten Vorteil: „Der Gast sucht nicht mehr, er fragt einfach – wie, wenn er einen Menschen an einem Infopoint oder an einer Rezeption fragen würde.“ Sprechen sei eben der viel „natürlichere“ Vorgang als das Tippen.
Entscheidend ist weniger das Sprachmodell selbst, als die Qualität der zugrunde liegenden Daten.
Markus Schröcksnadel
Von der Zimmersuche bis zum Freizeittipp
Die Vorteile für die Destination bzw. den TVB? „Die KI schafft Freiräume für andere Tätigkeiten“, glaubt Egger. Feratel-Prokurist Thomas Angerer führte das System auch anhand einer Zimmersuche vor. Eine freundliche Frauenstimme fragt gezielt nach Kriterien und sendet dann per SMS einen Link mit den Treffern. Die Destinationen zahlen 33 Cent pro Minute. Eine große Ersparnis zu bisherigen Abläufen? Die Praxis wird es zeigen.
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