"Es ist wie, wenn du fünf Meter unter einem Achttausender-Gipfel wieder umdrehen musst", sagte Wolfgang Müller von Sperrers Team 2drive. Am Vortag war der Buggy von Sperrer und Co-Pilot Ola Floene auf der 13. Etappe noch aus der Speziale geschleppt und ins Service gebracht worden, doch dort musste man in der Nacht feststellen, dass in einem Zylinder der Kolben bis in den Motorblock gefahren war und diesen schwer beschädigt hatte. Eine Reparatur war somit unmöglich.
Es bedeutete das Aus für den Dakar-Debütanten Sperrer, der am Donnerstag noch als Tages-13. inmitten der Werksteams gelandet und auf Platz 35 der Gesamtwertung gelegen war. Zum Zeitpunkt des Ausfalls lagen Sperrer/Floene auf Rang 41.
„Es frisst mich innerlich fast auf“
"Die Enttäuschung ist riesengroß, es frisst mich innerlich fast auf", sagte Sperrer, der die letzten Kilometer nach Dakar gemeinsam mit seinem Co in einem normalen Mietwagen zurücklegte. Und selbst ohne ein bisschen Abstand gewonnen zu haben, meinte der 40-Jährige: "Die letzten 14 Tage waren das größte und unglaublichste Abenteuer meines Lebens. Dass wir es nicht ins Ziel schaffen, tut mir nicht nur deshalb unheimlich Leid, weil wir uns schon so weit durchgekämpft hatten. Es tut mir vor allem Leid fürs Team!"
Bei aller Enttäuschung sah Sperrer auch die positive Seite seines ersten Dakar-Abenteuers: "Wir haben in diesem Jahr sicher die nötigen Erfahrungen gesammelt. Komplett grün hinter den Ohren hier in der Wüste bei der Dakar so weit zu kommen, ist ja an sich schon einmal etwas besonderes", meinte der Oberösterreicher gefasst.
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