Alessandro Hämmerle

Darum feierte unser Gold-Crosser wie Ronaldo

Olympia
12.02.2026 22:11
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Siuuuuu!“ Unmittelbar nach seinem zweiten Olympiasieg gab es für Alessandro Hämmerle kein Halten mehr! Wie Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo seine Tore, bejubelte der Snowboard-Crosser am Donnerstag in Livigno seine zweite Goldene. 

„An Hermann Maier habe ich nicht gedacht“, erklärt der 32-jährige Vorarlberger, warum er sich nicht wie Benjamin Karl nicht zum Nackt-Jubel ansetzte. „Aber ich hatte die Nummer 7 – und ich bin ein Cristiano-Ronaldo-Fan. Eine kurze CR7-Pose habe ich mir nicht verkneifen können“, sagte Hämmerle, der im Ziel den berühmten „Siu“-Torjubel des Fußballstars kurz andeutete.

(Bild: Christof Birbaumer)

Dass der Snowboard-Crosser die Wiederholung seines sportlichen Coups vor einer ganzen Busladung von Freunden und Familie feiern durfte, schien Hämmerle emotional am meisten zu bewegen. „Es klingt blöd, aber ich wäre auch zufrieden gewesen, wenn ich meine Familie und Freunde mit einem 16. Platz sehen und umarmen hätte können. Das gibt mir viel, das sind meine Werte.“

(Bild: Christof Birbaumer)

„Am Ende des Tages zählen ...“
Mit Gold um den Hals baumelnd empfand Hämmerle den Tag in Livigno natürlich „noch einmal schöner. Aber am Ende des Tages zählen doch Familie und Freunde“. Auf jene Felsen in der Brandung, die meisten gaben sich wie der Triumphator des Tages als stille Genießer, könne er sich verlassen – auch wenn der sportliche Erfolg einmal fehlt. „Das brauchen wir Athleten und ich hoffe, dass ganz Österreich so reagiert“, sagte Hämmerle. Er hatte auch einen Appell an die Snowboard-Nation parat: „Steht hinter uns Athleten, stärkt uns den Rücken. Das hilft uns Athleten, dass wir Topleistungen bringen können.“

Sein Ansatz ist Erfolg durch Risiko, seit Jahren gehört er durch sein Motto „Risk it for the biscuit“ zu den besten Crossern der Welt. Als Snowboardprofi wurde er zu Weihnachten geboren, als ihm sein Bruder sein erstes Brett schenkte. Als Kind (bis 8 aufgewachsen in der Schweiz) habe er „nie von Olympia geträumt“, Freestyle-Geschichten waren eher sein Ding. Doch Alessandro wuchs heraus. „1,90 m ist nicht so ideal für einen Sport, wo der Schnitt bei 1,75 m liegt.“ Er sei dann in die Wettkampfszene geschlittert.

Heim-WM als runder Abschluss
Das höchst erfolgreich. Mittlerweile zieren 19 Weltcup- und drei Gesamtsiege (2019-2021), WM-Silber (2021) und -Bronze (2025) und ein Junioren-Weltmeistertitel (2012) seinen Weg. 2027 stehen zuhause im Montafon Weltmeisterschaften an. Dieser Titel fehlt ihm noch. Es wird sein letzter großer Auftritt, kündigte Hämmerle an. „Es wäre ein runder Abschluss einer tollen Karriere.“

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