Griechenlands tragischer Held war er da längst. Weil er das Spiel seines Lebens gesperrt verpasste, bei der EM-Sensation 2004 im Endspiel fehlte. Davor war er überragend gewesen. Wie bei der WM 2012, wo er das K. o. gegen Deutschland nicht verhindern konnte. Wie auch, von der Tribüne – wieder einmal gesperrt.
"Ich war das letzte Opfer, danach wurde das Reglement geändert, das stinkt", ärgert sich Karagounis. Und dennoch – oder gerade wegen seiner 100-Prozent-Mentalität – wird der Routinier unter der Akropolis vergöttert. Sein Aufstieg begann 2001 unter Otto Rehagel.
Mittlerweile ist der 36-Jährige Griechenlands Rekordteamspieler. Und unverzichtbar. Als Kämpfer, Stratege, Antreiber. Obwohl er bei Inter und Benfica meist Nebendarsteller blieb. Ähnlich wie in der TV-Doku, nur weniger beachtet. Seine Dienste werden aber dennoch geschätzt.
So holte ihn Fulham für den Abstiegskampf von Panathinaikos zurück. Man benötigte seine Kampfkraft, seine Standards. Darauf setzt auch sein Teamchef Fernando Santos in Brasilien. Ein Offensiv-Feuerwerk wird man ja nicht zünden. In der WM-Quali gewannen die Griechen fünfmal 1:0, die Abwehr ist der Schlüssel.
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