Der Prozess hatte Anfang März begonnen. Pistorius ist angeklagt, in der Nacht zum Valentinstag vergangenen Jahres seine Freundin Reeva Steenkamp vorsätzlich erschossen zu haben. Der unterhalb der Knie amputierte Sportler beteuerte, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten zu haben. Staatsanwalt Gerrie Nel dagegen wirft dem 27-Jährigen vor, seine Freundin nach einem Streit bewusst getötet zu haben.
"Engster Nachbar" des Sprintstars
Pistorius' Nachbar Michael Nhlengethwa berichtete am Dienstag, wie er Steenkamp eine Woche vor den Schüssen kennengelernt hatte. Damals habe Pistorius sie ihm als seine "Verlobte" vorgestellt, sagte Nhlengethwa, der sich selbst als "engster Nachbar" des Sprintstars bezeichnete. Eine Woche später dann sei er vom lauten Schreien eines Mannes geweckt worden, berichtete er.
Nhlengethwa beschreibt Stimme als "schrill"
Es habe sich angehört, als sei jemand in "großer Gefahr" und brauche Hilfe. Auf Nachfrage von Verteidiger Roux beschrieb Nhlengethwa die Stimme als "schrill". Seine Frau Eontle bestätigte, auch sie habe die Hilfeschreie eines Mannes gehört. Vor Gericht ahmte sie auf Bitten des Verteidigers ein gequältes gellendes Heulen nach.
Andere Nachbarn hatten zuvor von den Schreien einer Frau berichtet. Nach Auffassung der Anklage handelte es sich dabei um Reeva Steenkamp, die aus Angst vor Pistorius geschrien habe - nach Angaben der Verteidigung aber war es Pistorius, dessen Schreie unter Stress wie bei einer Frau geklungen hätten.
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