Neue Triebwerke

Technik aus NÖ zeigt Satelliten, wo‘s lang geht

Niederösterreich
01.02.2026 10:00

In Wiener Neustadt entwickeln Forscher hochpräzise Antriebssysteme, die künstliche Erdtrabanten in exakte Bahnen lenken. Damit unterstreicht Niederösterreich seine führende Rolle in der Raumfahrtechnik.

Hunderte Kilometer über der Erde herrscht dichter Verkehr. Umso wichtiger ist es, dass neue Satelliten in exakten Bahnen gesteuert werden können. Bewerkstelligen sollen das neuartige Antriebssysteme, die derzeit in Wiener Neustadt konstruiert werden. Wissenschafter der FOTEC, das Technologieunternehmen der Fachhochschule, entwickeln FEEP-Triebwerke (Field Emission Electric Propulsion) weiter, die besonders treibstoffeffiziente und exakte Manöver von Satelliten für die Erdbeobachtung ermöglichen.

Die FOTEC-Wissenschafter Bernhard Seifert (li.) und Johanna Fries mit Landesvize Stephan ...
Die FOTEC-Wissenschafter Bernhard Seifert (li.) und Johanna Fries mit Landesvize Stephan Pernkopf.(Bild: Schuecker)

Bedingungen wie im All
Der Schwerpunkt liegt auf neuartigen Ionenemittern. Für die nötigen Strahlungstests werden die Einrichtungen des modernen Krebsbehandlungszentrums MedAustron in Wiener Neustadt genutzt. „Dort können wir untersuchen, wie robust die Schlüsselkomponenten unter realistischen Weltraumbedingungen sind“ , erklärt Bernhard Seifert, der Leiter des Bereichs Aerospace Engineering bei FOTEC. Gefördert wird das Projekt mit 80.000 Euro vom Land. „Im Bereich Weltraumforschung ist Niederösterreich mittlerweile ein wichtiger globaler Player“, betont der für die Forschung zuständige Landesvize Stephan Pernkopf.

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Satelliten zur Erdbeobachtung müssen sehr präzise ausgerichtet werden. Unsere Triebwerke sind dafür bestens geeignet.

Bernhard Seifert, Bereichsleiter bei FOTEC

Forschung und Ausbildung
Kooperationen mit der europäischen Weltraumagentur ESA, entsprechende Forschungszentren sowie ein eigener Studiengang für Weltraumtechnologien an der Fachhochschule Wiener Neustadt unterstreichen die wachsende Bedeutung des größten Bundeslandes als Raumfahrttechnikstandort: „Wissenschaft und Forschung sind ein Weg, um Niederösterreich an die Spitze zu bringen“, ist Pernkopf überzeugt. Studenten der Fachhochschule sind in Projekte der FOTEC eingebunden. Pernkopf: „So wird nicht nur Spitzenforschung betrieben, sondern dabei auch gleich der wissenschaftliche Nachwuchs in der Region gefördert.“

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