Unter dem Weihnachtsbaum war der putzige Welpe mit Schleife am Kopf das beliebteste Geschenk. Doch Wochen später ist der Zauber verflogen, wenn die frischgebackenen Hundeeltern merken, wie viel Zeit, Geld und Arbeit der Vierbeiner wirklich benötigt.
„Ich weiß nicht, was los ist. Fast jeden Tag höre ich davon, dass jemand einen neuen Platz für seinen Hund sucht“, berichtet Leserin Angela P. der „Krone“ Tierecke. „Die Heime und Pflegestellen platzen aus allen Nähten, weil viele überhaupt nicht nachdenken, bevor sie einen Hund holen.“
Doch das Problem geht weit über unüberlegte Entscheidungen hinaus: Mit der hohen und oftmals impulsiven Nachfrage nach süßen Welpen – wie vor Weihnachten oder Ostern – wächst der illegale Welpenhandel! Eine millionenschwere Schattenwelt, die den meisten Käufern verborgen bleibt und die für massives Tierleid sorgt.
Illegal und mit Gesundheitsproblemen
Viele dieser kleinen Lebewesen stammen aus engen, trostlosen Vermehrungsbetrieben, werden zu früh von ihrer Mutter getrennt und unter grausamen Bedingungen aufgezogen. Hinzu kommt die Qualzucht von „Moderassen“: Hunde, gezielt auf extreme körperliche Merkmale gezüchtet – wie die stark verkürzten Schnauzen von Möpsen oder Bulldoggen – leiden ein Leben lang an Atemnot, Gelenkproblemen oder Augenkrankheiten. Für die Käufer bleibt diese Realität erst unsichtbar, bis sie später schmerzlich ans Tageslicht kommt.
Der illegale Handel blüht, weil Menschen nicht genau hinsehen. Wir müssen aufklären und Verantwortung übernehmen.

Maggie Entenfellner, „Krone“ Tierecke
Bild: Reinhard Holl
Die traurige Realität hinter der Fassade
Hinter jedem niedlichen Foto verbirgt sich oft eine traurige Geschichte voller Leid und Vernachlässigung. „Krone“-Tierecke Leiterin Maggie Entenfellner macht deutlich: „Viele Welpen wurden zu jung von der Mutter getrennt, viele sind Qualzuchten mit gesundheitlichen Problemen. Der illegale Handel blüht, weil Menschen nicht genau hinsehen. Wir müssen aufklären und Verantwortung übernehmen – bevor noch mehr Tiere leiden.“
Ein Hund ist keine kurzfristige Freude unter dem Weihnachtsbaum, den man dann einfach wieder abgibt, wenn er zur Last fällt. Er ist ein fühlendes Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und einem ganzen Leben voller Verantwortung. Wer wirklich ein Herz hat, denkt nach, bevor er kauft – und bleibt ein Hundeleben lang für seinen Vierbeiner da.
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