Am Mittwoch war berichtet worden, dass Papst Leo XIV. dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron keine Audienz gewährte. Das vatikanische Staatssekretariat hat das jetzt aber zurückgewiesen. Man suche nur nach einem Datum für die Konferenz, hieß es am Donnerstag.
Diplomatische Kontakte mit dem Elysee seien bereits im Gange, um eine Audienz Macrons beim Papst zu organisieren. Die Berichte hatten sich auf „zuverlässige Quellen im vatikanischen Staatssekretariat“ bezogen. Demnach sollen französische Diplomatinnen und Diplomaten seit Wochen vergeblich versucht haben, einen ersten Audienztermin für Macron beim Papst zu ermöglichen.
Hauptgrund für die Ablehnung sei die Haltung des Franzosen bei Sterbehilfe und beim Schwangerschaftsabbruch. Das französische Parlament hatte auf Betreiben Macrons im März 2024 ein „Recht auf Abtreibung“ als Grundrecht in die Verfassung aufgenommen. Das machte bisher kein anderes Land. Die Debatte, um die Sterbehilfe zu legalisieren, läuft noch. Macron spricht sich dafür aus. Papst Leo XIV. hat sich bei beiden Themen gegenteilig geäußert.
Die Staatsoberhäupter Großbritanniens, Italiens, Deutschlands und Spaniens haben bereits einen Termin bei dem Pontifex bekommen. Deshalb hieß es, dass Leo XIV. persönlich angeordnet habe, den französischen Präsidenten abzulehnen.
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