Staus in Dornbirn-Nord

Digitale Zollabfertigung zeigt noch keine Wirkung

Vorarlberg
12.03.2026 17:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Bereits im Jahr 2022 hatte der damalige Straßenbaulandesrat Marco Tittler weniger Stau rund um den Güterbahnhof Wolfurt durch eine digitale Zollabfertigung versprochen. Mit der lange ersehnten Einführung zu Jahresbeginn sollte es zudem weniger Zettelwirtschaft und mehr Effizienz geben. Doch nach gut zweieinhalb Monaten hat sich nicht viel verändert.

Das Bild ist dasselbe: Mehrmals in der Woche stauen sich am Morgen die Lkw vom Güterbahnhof Wolfurt bis zum Kreisverkehr Dornbirn Nord zurück. Wer von dort mit dem Pkw Richtung Lauterach will, wählt den Umweg über die Rheintal-Autobahn oder Schwarzach. Wo aber bleibt die versprochene Entlastungswirkung, nachdem die digitale Zollabfertigung seitens des Zollamts Österreich bereits gestartet hat?

Unternehmen arbeiten an Umstellung
Offenbar haben sich die Unternehmen noch nicht ganz auf die neue Situation eingestellt, denn aus dem Büro des zuständigen Landesrats Christof Bitschi (FPÖ) heißt es: „Die Wirtschaftsbeteiligten müssen unternehmensseitig die Voraussetzungen schaffen, um an der digitalen Zollabfertigung teilnehmen zu können, indem sie ihre Software an das neue System anpassen. Dies geschieht seitens der Unternehmen unterschiedlich rasch.“

Indes erfolgen auch die Anpassungen beim österreichischen Zoll nur Schritt für Schritt. „Um die Voraussetzungen für die vollständige elektronische Abwicklung zu schaffen, werden dieses Jahr nach und nach die Grenzzollstellen umgestaltet“, heißt es. Der Plan dafür sieht wie folgt aus: Als erste Grenzzollstelle wird Feldkirch Tisis für einen Pilotversuch adaptiert. Das Pilotprojekt soll im zweiten Quartal starten. Im Anschluss werden mit den ersten Erkenntnissen aus diesem Versuch bis Jahresende die Grenzzollstellen Höchst, Mäder, Meiningen, Lustenau und Hohenems ausgestattet.

Warten auf vollständige Umsetzung der digitalen Zollabfertigung
Bis der morgendliche Stau am Kreisverkehr Dornbirn Nord Geschichte ist, setzt Christof Bitschi weiter auf die Stand- und Wartestreifen entlang der L190. „Diese Maßnahmen haben die Stauerscheinungen zumindest leicht verringert. Eine echte Entlastung bringt aber erst die vollständige Umsetzung der digitalen Zollabfertigung“, muss er zugeben.

Straßenbaulandesrat Christof Bitschi (FPÖ).
Straßenbaulandesrat Christof Bitschi (FPÖ).(Bild: APA/BARBARA GINDL)

Sehr positiv bewertet der freiheitliche Straßenbaulandesrat die Absicht von Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ), die Pläne für einen Vollanschluss in Wolfurt und Lauterach wieder aufzugreifen. „Nach Jahren der Verzögerung durch die ehemalige grüne Verkehrsministerin gibt es jetzt endlich wieder Bewegung.“ Doch auch diesbezüglich ist Geduld gefragt, denn eine Entscheidung zur weiteren Planung durch das Ministerium soll Ende dieses Jahres, vielleicht sogar erst Anfang 2027, fallen. Bis der Anschluss fertig ist, wird also noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen.

Einreichprojekt für neuen Kreisverkehr
Ähnliches gilt auch für die Pläne bezüglich der Erweiterung des Kreisverkehrs im Norden der Messestadt: „In Abstimmung mit der Asfinag sind wir dabei, ein Einreichprojekt zu erstellen und die notwendigen Behördenverfahren abzuwickeln“, erläutert der Landesrat für Straßenbau. Nach Vorliegen eines positiven Bescheids kann dann ein Bauprojekt erstellt werden. Wenn die Planungs- und Genehmigungsphase plangemäß abläuft, wäre eine Umsetzung ab dem Jahr 2027 möglich.

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