Eine Sondersitzung in der Gemeinde Traismauer zum Thema Windkraft gab wenig Aufschluss darüber, wo künftig Windräder in der Gegend stehen werden. Die FPÖ möchte eine Bürgerbefragung.
Der Wald zwischen Traismauer, Sitzenberg-Reidling und Herzogenburg rund um den Seelackenberg soll für die Windkraft genutzt werden. In allen betroffenen Gemeinden trifft man dabei wie schon so oft auf Gegenwind. In Traismauer stand das Thema am 12. Jänner im Mittelpunkt einer Sondersitzung des Gemeinderates. Sowohl die Initiative „3 Gemeinden – 1 Ziel“ als auch die FPÖ sind sich nach der Sitzung sicher: „Bürgermeister Herbert Pfeffer musste dabei erstmals öffentlich einräumen, dass sehr wohl konkrete Planungen für Windkraftanlagen bestehen“, wie sie in einer Aussendung schrieben.
SPÖ hätte bei Land intervenieren sollen
„Während andere Gemeinden aktiv versuchen, problematische Zonen aus dem Raumordnungsprogramm entfernen zu lassen, wurde diese Chance in Traismauer nicht ergriffen“, hagelt es weiter Kritik vom Verein. Man wünscht sich eine Volksbefragung seitens der SPÖ bevor weitere Entscheidungen getroffen werden. Die ÖVP Traismauer meint, Bürgermeister Pfeffer hätte beim Land Druck machen sollen, dass die Zone endgültig von der Planung für NÖ verschwindet. Bürgermeister Pfeffer sei wegen der Windkraft-Pläne nicht ehrlich gewesen.
SPÖ trifft nächste Woche Betreiber
Wie SPÖ-Bürgermeister Herbert Pfeffer aber am Samstag auf Facebook verlautbart hat die Gemeinde aber nach wie vor kein konkretes Projekt für auch nur ein einziges Windrad. Das bestätigt auch Vizebürgermeister Thomas Woisetschläger der „Krone“ auf Nachfrage. Erst kommende Woche sitzt man sich erstmals mit den Betreibern zusammen. „Erst dann macht eine Diskussion Sinn“, schreibt der Bürgermeister.
Kommt eine Bürgerbefragung?
FPÖ und Bürgerinitiative „3 Gemeinden – 1 Ziel“ machen währenddessen weiter gegen das Projekt mobil. Sie fordern, dass die Gegend generell von der Windkraft-Zonierung der Landesregierung gestrichen wird. Dafür sammeln sie jetzt Unterschriften. Im Raum steht ein Antrag auf eine dritte Bürgerbefragung in Traismauer. 2014 führte die erste zu einem „Ja“ zur Windkraft, 2016 zu dann einem „Nein“.
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