Männer gaben sich als Bankmitarbeiter aus und wollten an Kontodaten. Doch das Opfer wurde misstrauisch. Festnahme!
Gerade einmal 17 Jahre alt ist der Jüngste einer vierköpfigen Bande, die versucht hat, eine 53-jährige Frau aus dem Bezirk Oberwart um ihr Erspartes zu bringen. Einer der Betrüger hatte die Frau Anfang der Woche angerufen und sich als IT-Mitarbeiter einer Bank ausgegeben. Schon zuvor hatte die 53-Jährige eine SMS erhalten, in der sie zur Bekanntgabe ihrer Bankdaten aufgefordert wurde – angeblich um eine Kontosperrung zu verhindern.
Sparbücher sollen aufgelöst werden
Beim darauffolgenden Telefonat versuchte der vermeintliche Bankmitarbeiter dann erneut, der Frau die Zugangsdaten zu entlocken. Als das nicht gelang, forderte er sie auf, ihre Sparbücher aufzulösen. Ein weiterer Mann werde dann vorbeikommen, um das Geld abzuholen und sicher zu verwahren, so der Anrufer.
Die Südburgenländerin folgte den Anweisungen und hob tatsächlich mehr als 10.000 Euro ab. Doch dann wurde sie misstrauisch. Wie glaubwürdig war der Anrufer, konnte das wirklich stimmen, was er ihr gesagt hatte? Schließlich verständigte sie die Polizei – die richtige Entscheidung.
Zwei Männer in Haft
Als kurz darauf ein 19-Jähriger zum Wohnhaus der 53-Jährigen kam, um das Geld abzuholen, wartete schon ein Kriminalpolizist auf ihn. Gleich um die Ecke saß der Rest der Bande in einem Auto und wartete auf ihren Komplizen. Auch sie wurden festgenommen. Die vier sind zwischen 17 und 22 Jahre alt, es handelt sich um einen Österreicher, einen aserbaidschanischen Staatsbürger und zwei mit ungeklärter Staatszugehörigkeit. Alle vier wohnen in Wien. Der 19-Jährige und der Autolenker sind in Haft, die beiden anderen wurden angezeigt. Das Quartett könnte für weitere Taten verantwortlich sein.
Landeskriminalamtsleiter Gerhard Braunschmidt und Abteilungsinspektor Johannes Ankerl appellieren nun erneut, bei verdächtigen Anrufen misstrauisch zu sein und niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen zu übergeben.
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