Alle Farben. Feststimmung in Österreich – die erlebt man nicht mehr allzu oft. Doch am Freitag kam sie auf, als in Graz und Klagenfurt die Eröffnung des größten Infrastrukturprojektes der Zweiten Republik gefeiert wurde. Die neu gebaute Bahnverbindung zwischen den beiden südlichen Landeshauptstädten samt dem sechstlängsten Bahntunnel der Welt geht heute in Betrieb, der Run auf die Tickets ist enorm. Bei der Erstfahrt vorgestern saßen der (ex-)grüne Bundespräsident, der türkise Kanzler, der blaue Landeshauptmann der Steiermark und sein roter Amtskollege aus Kärnten mit der kommunistischen Bürgermeisterin von Graz einträchtig beisammen. Alle Farben! Das kommt in unserem Land nicht mehr oft vor.
Berge versetzen. Genauso selten kommt es vor, dass Generationenprojekte angegangen und umgesetzt werden. Die Politiker, die den Bau des Koralmtunnels seinerzeit durchgesetzt haben, sind gar nicht mehr am Leben oder längst außer Dienst. Manche von ihnen waren bei den Feiern und der Erstfahrt stille Zaungäste. Sie hätten sich mehr Applaus verdient. Etwa Monika Forstinger, FPÖ-Infrastrukturministerin der Jahre 2000 bis 2002 in der Regierung Schüssel. Was sie heute sagt? „Man sieht hier, wie wichtig es ist, bei einem Projekt dranzubleiben.“ Dranbleiben, Aufgaben über Parteigrenzen hinweg lösen – dann kann man Berge versetzen. Oder zumindest durchqueren…
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
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